In die Gesundheit der Mitarbeiter investiert

Matthias Schmoll ist Gesundheitsmanager.

WERDOHL ▪ Als erstes Unternehmen in Deutschland ist die ThyssenKrupp VDM von TÜV Nord im Bereich „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ zertifiziert worden. Gestern nahm Dr. Jürgen Olbrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der ThyssenKrupp VDM, den „1. Haward Health Award“ auf der offiziellen Preisverleihung der Haward Initiative in Hamburg entgegen.

„Wir freuen uns, dass unser gelebtes Gesundheitsmanagement erneut ausgezeichnet wird. Es ist für uns ein weiterer Ansporn, unsere Konzepte stets zu verbessern und auf unsere Mitarbeiter zuzuschneiden“, erklärte der Chef des Werdohler Herstellers von Hochleistungswerkstoffen. Der Haward Health Award wird jährlich an das beste, für betriebliches Gesundheitsmanagement zertifizierte Unternehmen vergeben. Die Haward Initiative verfolgt das Ziel der Förderung des betrieblichen Gesundheitsmanagements auf Grundlage anerkannter Qualitätsstandards.

Das prämierte Konzept der ThyssenKrupp VDM baut auf ein System zur Gesundheitsförderung durch Gesundheitszentren an allen Standorten. Schwerpunkte setzte das Werdohler Unternehmen dabei besonders auf die Einleitung und Organisation präventiver Maßnahmen, wie zum Beispiel Zahn-, Hautkrebs- und Darmkrebsvorsorge, Allergieberatung oder Schilddrüsensonographie, die für die Mitarbeiter kostenfrei sind.

Weiterhin schafft das betriebliche Gesundheitsmanagement zusätzliche Anreize für Fitness und Bewegung, beispielsweise durch die Kooperation mit Fitnessanbietern oder Angeboten von Massagen am Arbeitsplatz. Die Gründung des Betriebssportvereins hat aus Sicht des Unternehmens erheblich zur Steigerung der Gesundheit der Mitarbeiter beigetragen. Mit mehr als 400 Mitgliedern bietet er mittlerweile über 20 verschiedene Sportarten an, darunter auch Angebote in den Sparten Schach, Skat oder Billard.

Aktuell sieht das Betriebliche Gesundheitsmanagement der ThyssenKrupp VDM neben Maßnahmen der Personalentwicklung und Qualifizierung, die Erfolgsbeteiligung der Mitarbeiter und die langfristige Förderung deren Gesundheit vor. „Wir vertrauen auf die Schaffung einer neuen Gesundheitskultur: Gesund kommen und gesund gehen“, unterstreicht Matthias Schmoll, Gesundheitsmanager der ThyssenKrupp VDM. Vor allem das kontinuierliche Durchlaufen der Kernprozesse (Diagnose, Planung, Intervention, Evaluation) im Betrieblichen Gesundheitsmanagement sei dabei ein Qualitätskriterium für den Erfolg gewesen. Ziel ist es, die Mitarbeiter, insbesondere auch die Führungskräfte, zu gesundheits- und sicherheitsorientiertem Verhalten zu motivieren. Insbesondere die Führungskräfte werden zum Thema „Gesundheitsorientiertes Führen“ geschult. Parallel dazu werden alle Möglichkeiten genutzt, die Arbeitsbedingungen zu optimieren. Ein Beispiel unter vielen ist die so genannte „Erfahrungsschicht“, bei der alle Führungskräfte ein eintägiges „Betriebspraktikum“ in den Produktionsbereichen des Unternehmens absolvieren. „Das öffnet die Augen für andere Perspektiven auf beiden Seiten“, bestätigt Schmoll die gemachten Erfahrungen.

Das „Bonusheft Gesundheit“ ergänzt diese Maßnahmen. Durch die Teilnahme an den unternehmensseitig angebotenen Maßnahmen zur Gesundheitsförderung können die Mitarbeiter Punkte sammeln, die sie gegen Sachprämien einlösen können. Für diese Maßnahme wurde das Werdohler Unternehmen bereits 2008 von der Dortmunder Wirtschaftsförderung mit dem Personalmanagementprädikat ausgezeichnet. „Wir investieren in die Gesundheit unserer Mitarbeiter und wissen, dass dies eine Investition in die Zukunft ist: Gesundheit zahlt sich somit aus“, erläuterte Dr. Olbrich im Rahmen der Preisverleihung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare