Wohnungsgesellschaft wertet Pungelscheid auf

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Ingo Wöste mit den Planungen für das im Bau befindliche Nachbarschaftshilfezentrum Königsburg: Hier läuft alles nach Plan, das Haus soll im Oktober oder November 2017 bezugsfertig sein.

Werdohl - Die Wohnungsgesellschaft Werdohl steht weiterhin glänzend da. Das wurde bei der 77. Gesellschafterversammlung klar, die Geschäftsführer Ingo Wöste das Vertrauen aussprach. Die Woge hat praktisch keinen Leerstand, investiert aktuell in das Nachbarschaftshilfezentrum auf der Königsburg und will im kommenden Jahr knapp eine Million Euro in die Modernisierung der Häuser an der Meilerstraße stecken.

Erstmals spricht Geschäftsführer Wöste in einem solchen Jahresbericht von der Konkurrenz auf dem Werdohler Wohnungsmarkt. Die Grand City Properties hat in den vergangenen Jahren einen Bestand von 900 Wohnungen aufgekauft. In unmittelbarer Nähe zum Nachbarschaftszentrum Pungelscheid hat die Grand City eigene Häuser in hübschen Farben anstreichen lassen. Wöste: „Kann man machen, sieht auch schön aus. Aber wir machen es richtig.“

Die Woge-Häuser Meilerstraße 1,3,5,7,9 und 11 werden im kommenden Jahr für 975 000 Euro vollständig saniert. Die 36 Wohnungen erhalten neue Fenster und Dächer, die Wärmedämmung wird komplettiert, Bäder werden modernisiert, Vordächer und Wasseruhren eingebaut. Dazu kommen Wohnumfeldverbesserungen. Das geht einher mit einer Mieterhöhung auf fünf Euro pro Quadratmeter.

Die Instandhaltungsausgaben hat die Gesellschafterversammlung um jährlich 100 000 Euro auf dann 1,1 Millionen Euro erhöht. Das ist auch nötig, weil nach der neuesten Energieeinsparverordnung alte Heizkessel ausgetauscht werden müssen. In alle Planungen und Bilanzen gehört auch das Nachbarschaftshilfezentrum an der Oststraße, das im kommenden Spätherbst bezugsfertig werden soll.

Wöste erinnerte auch daran, dass die Wohnungsgesellschaft 100 000 Euro in den Jugendtreff Pungelscheid gesteckt hat, der an die Stadt vermietet wurde. Entgegen vorheriger Befürchtungen habe es dort weder mit den eigenen Mietern im Hause noch mit Nachbarn Ärger gegeben. Wöste: „Wir haben dort viele Maßnahmen eingeleitet, die sich die Bewohner gewünscht hatten.“

Investiert wird weiterhin in Ütterlingsen, genauer gesagt in die Berliner Straße. Nach der Einrichtung der gestalteten Freifläche und einer großzügigen Rodung fiel auf, dass einige Häuser Korrekturen brauchten. Zwölf unansehnliche Hauseingänge sollen für insgesamt 90 000 Euro verschönert werden. Die Häuser werden dort auch noch angestrichen, aber nicht energetisch saniert. Eigentlich stand zur Debatte, diese Gebäude abzureißen. Das geschieht aber nicht, weil die Wohnungen dort gut vermietet sind.

Zum Ende des Jahres 2015 bewirtschaftete die Woge 1411 Wohnungen, im Jahr davor waren es 1430. 260 Garagen und Stellplätze sowie 23 gewerbliche Einheiten kommen dazu. Über 84 Prozent der Wohnungen kann die Woge frei verfügen, 16 Prozent zählen noch zu öffentlich geförderten Mietwohnungen. Das Eigenkapital steigt von Jahr zu Jahr und hatte Ende 2015 einen Höchststand von 15,39 Millionen Euro erreicht. Je höher das Eigenkapital ist, desto geringer sind die Zinsbelastungen. Die Durchschnittsmiete ist auf 4,46 Euro pro Quadratmeter gestiegen, 2014 lag der Schnitt bei 4,20 Euro.

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