Geschichte zum Anfassen im Werdohler Stadtmuseum

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Udo Böhme, Heiner Burkhardt und Rainer Gumz (von links) präsentieren den Heimatscheck, den der Heimat- und Geschichtsverein Werdohl für den Bau eines Tastschranks erhalten hat. 

Werdohl - Mit finanzieller Unterstützung aus dem Heimatförderprogramm des NRW-Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung will der Heimat- und Geschichtsverein (HGV) das Werdohler Stadtmuseum ein Stück attraktiver machen.

2000 Euro beträgt die Förderung, die Düsseldorf in Form eines Heimatschecks nach Werdohl geschickt hat. 

Der Heimatscheck ist die unterste von fünf Stufen des Förderprogramms, das das Ministerium von Ina Scharrenbach in diesem Sommer ins Leben gerufen hat. Damit sollen guten Ideen und kleine Projekte gefördert werden, die nicht viel Geld kosten, aber einen großen Mehrwert in der Sache versprechen. 

Besucher mit vielen Sinnen ansprechen 

Eine solche Idee konnte der HGV präsentieren: In eine bislang ungenutzte Ecke des Stadtmuseums soll ein Tastschrank eingebaut werden, der Besuchern ermöglichen soll, die Werdohler Stadtgeschichte auch zu erfühlen. In einem Museum müsse man möglichst viele Sinne der Besucher ansprechen, ist der HGV-Vorsitzende Heiner Burkhardt überzeugt. An anderen Stellen seien Ereignisse aus der Stadtgeschichte bereits zu sehen und zu hören. Jetzt solle es Stadtgeschichte eben auch zum Anfassen geben. 

Burkhardt hat schon skizziert, wie der Tastschrank aussehen soll: Hinter sechs Klappen sollen sich Fächer verbergen, die mit unterschiedlichen Materialien bestückt werden können. „Beispielsweise mit einem Stück Schlacke, die für die frühe Eisenverarbeitung in unserer Stadt stehen würde“, erklärte Burkhardt. Stein könnte das Symbol für die erste steinerne Stadtbrücke sein, Kohle das Sinnbild für den Bau der Ruhr-Sieg-Strecke. Mit Aluminium könnte aufgezeigt werden, dass Werdohl die Wiege des Luftschiffbaus gewesen ist. 

Schon bis Jahresende umgesetzt? 

Mit dem Heimatscheck kann der HGV diese Idee nun schnell umsetzen. „Wir haben den Auftrag zum Bau des Tastschranks schon erteilt. Ich hoffe, dass es bis zum Jahresende klappt“, sagte Heiner Burkhardt.

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