Tag der offenen Tür sehr gut besucht

Gesamtschule Werdohl präsentiert sich potenziellen neuen Schülern und deren Eltern

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Dicht gedrängt saßen die Interessenten bei der Begrüßung.

Werdohl - Riesenandrang herrschte am Samstagvormittag in der Albert-Einstein-Gesamtschule (AEG). Viertklässler waren ebenso mit ihren Eltern gekommen, wie auch Zehntklässler, die die Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe beinahe in der Tasche haben.

Der designierte Schulleiter Sven Stocks begrüßte alle. Schülerinnen, die gelbe Warnwesten trugen, betätigten sich als Wegweiser und halfen den Besuchern bei der Orientierung in dem verwinkelten Gebäude. Im Foyer präsentierten Lehrer und Schüler ebenso unterhaltsame Unterrichtsinhalte, wie in einigen Räumen für Fachunterricht Vorführungen und Mitmachangebote zur Information einluden.

Stocks, momentan noch stellvertretender Leiter der 1990 gegründeten Schule, die seit 20 Jahren auch den Erwerb des Abiturs in Werdohl ermöglicht, warb für den Unterricht auf dem Riesei: „Bei uns machen viele ihr Abitur, die von ihren Grundschulen nicht diese Prognose erhalten haben.“

680 Schüler hat die AEG derzeit und 62 Lehrer. Montags, dienstags und donnerstags gibt es ein Ganztags-Angebote. Stocks betonte: „Die Digitalisierung steht bevor. Aber es wird nur eine Ergänzung. Die klassischen Tafeln sind alle noch da.“ Weiter führte er aus: „Die Ausstattung, die wir haben, ist perfekt. Da können andere Schulen nur von träumen.“ Seit zwei Wochen gehört auch eine CNC-Fräsmachine im Technikraum zu dieser Ausstattung.

Stocks strahlte und stellte fest, dass er mit der Resonanz dieses Tages der offenen Tür „sehr zufrieden“ war. „Das ist auf jeden Fall eine Steigerung im Vergleich zu den Vorjahren.“ 100 Anmeldungen braucht die AEG, um weiter bestehen zu können (wir berichteten). „Aber wir nehmen auch bis zu 120 Schüler auf, wenn der Bedarf da ist“, erläuterte Stocks. „Danach müssen wir uns aber Gedanken machen. Dann werden die Klassenverbände einfach zu groß“, stellte er klar.

Yvonne und Christof Palion-Harrusa waren mit ihrer Tochter Charlina gekommen. Für die Eltern stand nach einem Rundgang durchs Gebäude fest: „Die Vielfalt von dem, was hier geboten wird, ist enorm. Und die Kinder können hier bleiben, auch wenn sich ihre Leistungen mal verändern, weil es alle Schulformen unter einem Dach gibt.“ Die Mutter hat die Schuldebatte des Vorjahres aufmerksam verfolgt und „innerlich gehofft, dass die Gesamtschule bleibt“. Charlina wird im Sommer die AEG besuchen.

Selbiges hat auch Alija für sich entschieden. Ihr Bruder besucht die AEG bereits seit zweieinhalb Jahren, nun möchte auch sie folgen. „Das hier ist die perfekte Schule für mich“, sagt sie und strahlt übers ganze Gesicht.

So geht es einer Mutter, die nicht namentlich genannt werden möchte, nicht. „Ich bin geschockt“, stellt sie ernüchtert fest. „Überall liegt Müll herum. Das ist überhaupt nicht einladend“, schilderte sie ihren ersten Eindruck.

„Nirgendwo sind Hinweis-Schilder, an denen man sich orientieren kann“, klagt sie weiter, „weder an der Straße mit Pfeilen zum richtigen Parkplatz, noch hier im Foyer“. Die gelben Westen aber haben sie schließlich doch auf die hilfreichen AEG-Schüler aufmerksam werden lassen.

Ihre Verärgerung kannte zunächst aber keine Grenzen: „Die ganze Veranstaltung ist chaotisch“, befand sie. Ihre Tochter begab sich derweil schon einmal auf einen Rundgang. „Schauen Sie mal: Die Leinwand für den Beamer dort besteht aus zerknülltem Papier. Sowas hätte es früher bei uns doch nicht gegeben.“ Und in der Tat, kaum hatte sie das ausgesprochen, segelte die faltenreiche Ersatz-Leinwand ohne Fremdeinwirkung zu Boden.

Für manchen Teenager ist das Urteil eines Gleichaltrigen viel entscheidender als alle Reden der Erwachsenen. Von Bedeutung ist daher sicher folgende Beoabachtung: Zwei Jugendliche unterhielten sich auf den Gängen der AEG. „Kann man hier auch einen Realschul-Abschluss machen?“, fragte das eine Mädchen. Ihre Freundin antwortete: „Hier kannst Du alle Abschlüsse machen – alle!“

Wer sein Kind an der Gesamtschule anmelden möchte, kann dies vom 17. bis zum 19. Februar sowie an individuell abgesprochenen Terminen tun.

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