Schulleiter begrüßt Quarantäneregel

Gesamtschule: Mit Verstärkung zu mehr Normalität

Gesamtschul-Leiter Sven Stocks konnte am Donnerstag fünf neue Kollegiumsmitglieder offiziell vorstellen.
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Gesamtschul-Leiter Sven Stocks konnte am Donnerstag fünf neue Kollegiumsmitglieder offiziell vorstellen.

Schulleiter Sven Stocks freut sich über Verstärkung für das Kollegium der Albert-Einstein-Gesamtschule. Insgesamt fünf neue Lehrer und Lehrerinnen konnte er jetzt offiziell vorstellen.

Das sind Sascha Zakotnik, Sascha Laskowski, Vanessa Olivares Gil, Marielle Weigl und Sevil Kerek.

Seit Beginn des neuen Schuljahrs gehört Sascha Zakotnik zum Gesamtschul-Team. Der 48-jährige wohnt in Schalksmühle und war vorher an einer Gesamtschule in Essen-Steele im Einsatz. Auf dem Riesei unterrichtet er in den Fächern Technik, Deutsch, Naturwissenschaften und Gesellschaftswissenschaften. Die 30-jährige Sevil Kerek (Mathematik, Kunst) hat ihr Referendariat beendet und ist ebenfalls seit Beginn des neuen Schuljahres an der Gesamtschule tätig.

Dagegen ist der Name Sascha Laskowski vielen Schülern und Eltern schon ein Begriff. Der 37-jährige Meinerzhagener hat bereits im Juni des vergangenen Jahres eine Vertretungsstelle auf dem Riesei angenommen. Seit Februar dieses Jahres gehört er nun fest zum AEG-Kollegium. Seine Fächer: Sport, Geschichte und Technik. Vanessa Olivares Gil (Englisch, Gesellschaftslehre und Philosophie) aus Iserlohn hat ebenfalls 2020 eine Vertretungsstelle an der Gesamtschule angenommen. Im Mai dieses Jahres war dann klar: auch die 29-Jährige wird als Lehrkraft in Werdohl bleiben.

Gewisse Entspannung ist eingetreten

Marielle Weigl gehört jetzt ebenfalls fest zum Gesamtschul-Kollegium Die 30-jährige kommt aus Sundern und unterrichtet unter anderem Englisch und Deutsch.

Nicht nur die zusätzlichen Lehrkräfte, sondern auch die Lockerung der Quarantäne-Regeln sorgten für eine gewisse Entspannung an der Albert-Einstein-Gesamtschule. „Rückblickend war eine hohe Anzahl unserer Schüler in Quarantäne, aber fast keiner dieser Betroffenen ist dann tatsächlich positiv getestet worden“, berichtete Schulleiter Sven Stocks. Diese Entwicklung belege, dass die Ansteckungsgefahr für andere Schüler nicht übermäßig groß sei. „Deshalb begrüße ich die Möglichkeit der Freitestung nach fünf Tagen.“

Quarantäneregeln: Skepsis bei Leiterinnen der Grundschulen

Die Grundschul-Leiterinnen Britta Schwarze (Evangelische Martin-Luther-Grundschule) und Nina Manns (Gemeinschaftsgrundschule Werdohl) sehen die Vorgabe, nur Kinder in Quarantäne zu schicken, die sich nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert haben, eher skeptisch. „Ich habe Bauchschmerzen“, sagt Nina Manns. Sie befürchte, dass sich das Virus schnell verbreiten werde und schließlich ganze Schulklassen geschlossen werden müssten. Da es in der Vergangenheit aber nicht zu Folge-Infektionen gekommen sei, hoffe sie „dass ich mich irre“. Auch Britta Schwarze wäre es lieber gewesen, wenn die Sitznachbarn weiterhin nach dem Flugzeugprinzip in Quarantäne geschickt würden.

Stocks: „Unterrichtsausfall auf ein Minimum beschränken“

Auch den neuen Beschluss der Landesregierung, künftig nur noch infizierte Schüler vom Präsenzunterricht auszuschließen, sehe er positiv, erklärte der Schulleiter. „Die Schüler haben durch die Corona-Pandemie so viel Unterricht verpasst; wir sollten dafür sorgen, dass wir den weiteren Unterrichtsausfall auf ein Minimum beschränken.“

Schwierigkeiten könnten im Zuge der neuen Regelung allerdings die zunächst täglich angedachten Testungen der Sitznachbarn eines infizierten Schülers bereiten, meinte Stocks. „Wir müssten ganz genau überlegen, wie wir das auch noch organisieren könnten. Unsere Schulsekretärinnen sind mit den bisherigen Testungen mehr als ausgelastet und kommen an den Testtagen nicht dazu, andere Arbeiten zu erledigen.“ Es gelte zu überlegen, ob der Aufbau eines „Mini-Testzentrums“ innerhalb der Schule notwendig und auch machbar sei.

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