Gesamtschüler feiern das Namensfest

Das Hurenensemble präsentierte sich in sehenswerten Kostümen. ▪ Koll

WERDOHL ▪ Auch wenn es auf der Homepage der Albert-Einstein-Gesamtschule falsch steht (dort ist der 13. März vermerkt), Schulleiter Heinz Rohe wusste es natürlich besser: Der Namenspatron der Lehranstalt, Albert Einstein, wurde am 14. März 1879 geboren. Und so feiert die Werdohler Institution jährlich an diesem Datum ihr Albertfest.

Stets hat eine andere Fachschaft die Aufgabe, diesen Abend zu gestalten. Und da es in diesem Jahr die Deutschlehrer waren, lag nichts näher, als Ausschnitte aus dem Stück „Dreigroschenoper“ von Bertold Brecht und Kurt Weill zu zeigen, welches die Deutschlehrerinnen Daniela Ihling und Andrea Pingel gerade mit den Zwölftklässlern einstudieren. Genaue Aufführungstermine, so Rohe, stehen noch nicht fest.

Musikpädagoge Jochen Harnischmacher stellte eine Band zusammen, um die Aufführung des klassischen Musicals rund um die Seeräuber-Jenny, Polly Peachum und Mackie Messer mit den notwendigen Melodien auszustatten. Geschwister, Lehrer, Eltern und Mitschüler waren am Montag in den Festsaal gekommen, um zu schauen, wie weit die Proben schon sind. Verständlicherweise sitzt noch nicht jeder Text, aber es zeigt sich jetzt bereits: Im April wird es in Werdohl ein kulturelles Highlight der besonderen Art geben. Die Kostüme sind schon fertig und beeindruckend.

Und an den letzten Feinheiten wird noch fieberhaft gearbeitet. Die wichtigsten Rollen des Stückes von 1928 konnten doppelt besetzt werden. Jonathan Peachum wird abwechselnd gegeben von Janice Lemke und Daniel Gerstberger. Merita Berisha sowie Lisa Aileen Picker spielen seine Gattin Celia. Die Tochter Polly interpretieren Sarah Bröcker und Valentina Vasic. In die Haut von derem Geliebten Mackie Messer schlüpfen Tim Vaupel und Philipp Wiegand. Und diesen Sumpf von Intrigen will Polizeichef Brown (Veritas Klier und Verena Stuckmann) trocken legen.

Als Räuber treten schließlich auf: Jens Bauckhage, Murat Bayrak, Yannik Beckmann, Georgios Gakis, Anika Klüppelberg sowie Sonja Sendatzki.

All diese Akteure bekamen am Montagabend bereits einen donnernden Applaus, der Mut machen dürfte für die weitere Probenarbeit. Der Endspurt läuft. Daniela Ihling hatte dem Publikum verraten, dass diese schon seit Januar 2010 laufen. Die Idee zur Aufführung der „Dreigroschenoper“ stammt sogar aus dem Sommer 2009. Doch da musste erst die Skepsis von Schulleiter Rohe überwunden werden. Sollte davon bis zum Wochenbeginn noch etwas übrig gewesen sein, dürften seit dem Albertfest alle Zweifel Geschichte sein. ▪ Michael Koll

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