An Gesamt- und Realschule fehlen noch zwei Lehrer

WERDOHL ▪ Während die Schüler noch etwas Luft hatten, hat für die Lehrer das neue Schuljahr längst begonnen: Stundenpläne abstimmen, Bücher sortieren, Lernmethoden diskutieren.

Seit Ende August ist die Leitung der Albert-Einstein-Gesamtschule an Bord, seit Freitag das 65-köpfige Kollegium. Das konnte drei neue Kollegen für die Sekundarstufe I und II bei den täglichen Konferenzen begrüßen. Unterrichten werden sie Deutsch/Geschichte, Sozialwissenschaften/Erdkunde und – das übernimmt ein gebürtiger Kubaner – Spanisch/Französisch/Englisch.

Trotz der Neuzugänge ist das Kollegium nur fast komplett, bedauert Schulleiter Heinz Rohe. Zwei Kollegen sind erkrankt, eine Stelle konnte nicht besetzt werden. „Uns fehlt noch jemand in den Naturwissenschaften“, so Rohe. Er will jetzt die Stelle im Internet ausschreiben. Falls sich bis zu den Herbstferien nichts ergibt, wird die Schule auf den neuen Lehrerjahrgang im Februar warten. „Ausfallen muss kein Unterricht“, versichert der Schulleiter.

Wenn die fast 900 Schüler morgen die Gesamtschule betreten, soll auch von den Renovierungen nichts mehr zu sehen sein. Letzte Reinigungsarbeiten stehen noch an, die Sanierung der Mädchentoilette im Foyer und der Beleuchtung in den Klassenräumen sind aber abgeschlossen.

Auf eine Reinigung nach Renovierung konnte in der Realschule in diesem Jahr verzichtet werden – größere Arbeiten standen nicht an. Auch dort ist das Kollegium aber nicht ganz komplett. Schulleiter Bernd Bunge freut sich, dass eine Referendarin übernommen werden konnte, Ersatz für eine Deutschlehrerin hat er aber noch nicht gefunden. Auch er wird die Stelle übers Internet ausschreiben.

Auf 54 ist die Zahl der Fünftklässler noch angestiegen. 377 Schüler hat die Realschule insgesamt (17 mehr als im Vorjahr).

An der Erich-Kästner-Schule hat sich an der Zahl von zehn Fünftklässlern nichts mehr geändert. Nur mit Sondergenehmigung kann der Unterricht aufgenommen werden. Mit zwei Kollegen weniger – ein Lehrer ist versetzt worden, einer im Ruhestand – startet die Hauptschule ins Schuljahr, „mit voller Energie“, wie Schulleiter Lammers betont.

Die von SPD-Fraktionsvorsitzendem Cornelius Böttcher ins Gespräch gebrachte Sekundarschule mochte er ebensowenig kommentieren wie Gesamtschulleiter Heinz Rohe. Bernd Bunge kann die Vorteile dieser Schulform noch nicht erkennen: „Sie ist einer Gesamtschule sehr ähnlich. Und die haben wir doch schon.“ Viele „seiner“ Eltern hätten sich aus Überzeugung für die Realschule entschieden.

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