„Geöffnet – Kunst in der City“: Werdohler Thomas Volkmann stellt Arbeiten in Plettenberg aus

+
Der Werdohler Künstler Thomas Volkmann hängt im Beisein der Werkstatt-Mitglieder Hartmut Engelkemeier (l.) und Volker Hauer eines seiner Werke auf. Er wird figurative, expressive Malerei und Collagen zeigen.

Werdohl/Plettenberg - Neugierig blickten viele Bürger hinter das Schaufenster des ehemaligen Central-Café Ochtendung an der Grünestraße in Plettenberg. „Eröffnung, 21. Juli, 18 Uhr“ steht dort auf einem großen Plakat.

Dahinter verbirgt sich eine große Kunstausstellung, an der der Werdohler Künstler Thomas Volkmann beteiligt ist. 

Nicht nur bei Ochtendung, sondern auch noch im Haus zur Sonne, im Schaufenster von Lederwaren Seuster und im Architekturbüro Gärtner, jeweils an der Wilhelmstraße, werden ab dem 21. Juli die verschiedensten Kunstwerke zu sehen sein. „Geöffnet – Kunst in der City“ heißt dieses bisher einzigartige Projekt des Plettenberger Kunstfördervereins Werkstatt. 

Insgesamt zehn Künstler sind beteiligt – mit der Plettenbergerin Johanna Winkelgrund, der aktuellen Stipendiatin Angela Kühner oder Thomas Volkmann von der Kunsthalle Südwestfalen aus Werdohl einige bekannte Gesichter. Für die anderen sieben Künstler hat sich die Werkstatt entschieden, weil ihre Werke ideal zu dem Thema der Ausstellung passen. So wird es viel Besonderes zu sehen geben. Die sterile, weiß geflieste ehemalige Backstube des Cafés Ochtendung wird zum Beispiel erfüllt von den bunten Objekten der Künstlerin Emmie Sophie Micheln aus Schwerte, die ihre Arbeiten aus Heiligenbildern montiert hat. 

Ein ungewöhnlicher Ort für eine Ausstellung ist auch der verwinkelte und nur 1,90 Meter hohe Keller des Architekturbüros Gärtner, in dem Installationen der Kölner Künstlerin Pee Groß zu sehen sein werden. Darüber hinaus bilden die Schaufenster der Geschäfte den idealen Platz für Kunst – selbst, wenn dabei wie bei der belgischen Multimedia-Künstlerin Line Boogaerts neben Pinseln auch typisches Arbeitsmaterial einer Reinigungskraft, zum Beispiel ein Fensterwischer, zum Einsatz kommt. Objekte aus Holz, Haaren und Glas sowie Grafiken und Malereien und sogar künstlerisch verwerteter Müll runden das künstlerische Angebot ab. 

Entstanden ist die Idee für die „Kunst in der City“ nach dem Erfolg der „Freiraum“-Ausstellung in der leeren Industriehalle der Firma Langenbach & Koester. Auch an diesem ungewöhnlichen Ortdurften diverse Künstler ausstellen; die Resonanz war sehr gut. Jetzt kommt die Kunst also in das Herz der Stadt. „Das baut Schwellenängste ab“, ist Volker Hauer von der Werkstatt überzeugt. „In ein Geschäft geht man eher mal rein als in eine Galerie.“ 

Obendrein seien viele Leute gerade beim Anfang 2016 geschlossenen Café-Central oder dem seit Jahren verlassenen Haus zur Sonne neugierig, wie die Räume aktuell aussehen.

Eröffnet wird die Ausstellung „Geöffnet – Kunst in der City“ am Freitag, 21. Juli, um 18 Uhr im Architekturbüro Gärtner (Wilhelmstraße 24.) Anschließend können die Werke in Augenschein genommen werden, ehe ab 20 Uhr das Werkstattmitglied Volker Hauer bei Ochtendung Kurzgeschichten über Kunst vorliest. Weitere Termine: 22., 28. und 29. Juli (jeweils 11 bis 18 Uhr), 23. und 30. Juli (jeweils 11 bis 16 Uhr). Der Eintritt ist frei.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare