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Genuss am Fluss kommt erst am Abend in Schwung

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Von: Michael Koll

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Die Bands, die nach Einbruch der Dunkelheit auf der Bühne im Westpark standen, durften sich über viele Zuhörer freuen. In den Mittags- und Nachmittagsstunden hatten bei tropischen Temperaturen nur wenige Werdohler den Weg an die Lenne gefunden.
Die Bands, die nach Einbruch der Dunkelheit auf der Bühne im Westpark standen, durften sich über viele Zuhörer freuen. In den Mittags- und Nachmittagsstunden hatten bei tropischen Temperaturen nur wenige Werdohler den Weg an die Lenne gefunden. © Koll, Michael

„In unserem Vertrag steht, dass es unsere Aufgabe sei, hier einzuheizen“, sagte Christian Crone. Der Sprecher des Versetaler Musikzuges blinzelte in die erbarmungslose Mittagssonne. Dann stellte er fest: „Die Temperatur stimmt.“

Nach diesen einleitenden Worten konnte Genuss am Fluss am Samstag im Westpark eröffnet werden. Diese Aufgabe übernahmen Fest-Organisator und Woge-Chef Ingo Wöste, Volksbank-Vertreter Stefan Ohrmann, Bürgermeister Andreas Späinghaus (SPD) sowie zwei Vertreter der Veltins-Brauerei.

Bevor Ohrmann das Freibier-Fass anstach und damit die frühzeitig gekommenen Festgäste erfreute, sprach Späinghaus noch ein paar Begrüßungsworte. Er gratulierte zunächst Wöste zu seinem „glücklichen Händchen, denn bisher hatten Sie bei elf Auflagen dieses Festes noch nie schlechtes Wetter“.

Bürgermeister: „Ich nehme 256 Gramm zu“

Außerdem verriet er: „Ich habe mich bereits auf dem Gelände umgeschaut: Und angesichts der vielen Stände mit schmackhaften Getränken und leckeren Speisen prognostiziere ich, dass ich heute hier 256 Gramm zunehmen werde.“

Den Fassanstich am Nachmittag übernahmen (von links) Bürgermeister Andreas Späinghaus, Stefan Ohrmann (Volksbank), zwei Vertreter der Veltins-Brauerei sowie Organisator Ingo Wöste.
Den Fassanstich am Nachmittag übernahmen (von links) Bürgermeister Andreas Späinghaus, Stefan Ohrmann (Volksbank), zwei Vertreter der Veltins-Brauerei sowie Organisator Ingo Wöste. © Koll, Michael

Ingo Wöste wird es gern gehört haben. Er sagte, „dass ich mir zwar ein, zwei Grad weniger gewünscht hätte“, aber er sei doch zufrieden mit dem Start der Genuss-am-Fluss-Sause, nachdem der Aufbau von Schwierigkeiten begleitet gewesen war.

Siiri singt, aber kaum jemand hört zu

Zu diesen Zeitpunkt – wie gewohnt beim mittäglichen Fassanstich – war der Westpark noch ziemlich dünn besucht. Dies blieb allerdings den gesamten Nachmittag so, weshalb die Werdohler Countryrock-Sängerin Siiri am Abend feststellte: „Bei meinem Auftritt war es hier leider ganz leer.“

Auch Woge-Chef Wöste räumte dies ein, „aber das war eindeutig dem Wetter geschuldet“, befand er. „Mit dem Abend bin ich aber zufrieden“, stellte er sogleich fest. Bis zur Tagesschau-Zeit hatte sich das Festgelände merklich gefüllt.

Am Abend wird es voll im Westpark

Ex-Ütterlingser-Krug-Wirt André Majunke strahlte über das gesamte Gesicht. Er blickte sich um, wies mit den Händen in verschiedene Richtungen und rief aus: „Der Platz ist voll. Dazu haben wir bestes Wetter.“ Schließlich stellte er die rhetorische Frage: „Was will ich denn mehr?“

Auch bei dieser Auflage durften die illuminierten Fahrräder an der Lenne nicht fehlen.
Auch bei dieser Auflage durften die illuminierten Fahrräder an der Lenne nicht fehlen. © Koll, Michael

Zum gleichen Urteil kamen Daniela und Dennis Rattelsberger, Gisela und Heinz Beile sowie Thomas Sachsenröder, die gemeinsam an einem Tisch standen. Sachsenröder sagte: „Wir waren nachmittags schon einmal da, aber da war hier noch nichts los.“

„Layla“ wird nicht gesungen

Daniela Rattelsberger ergänzte: „Jetzt am Abend ist es hier aber so voll, wie es vor Corona auch immer war.“ Heinz Beile kritisierte nur, „dass zu wenige Stände gibt, an dem es auch normales Essen gibt, wie Currywurst und Pommes“. Gisela Beile fügte hinzu: „Die Band ist gut.“

Gemeint war Nico and the Heartbreakers. Deren Sängerin wies übrigens den Wunsch eines kleinen Teils des Publikums, den umstrittenen Partysong „Layla“ zu spielen, entschieden zurück.

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