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Erster Auftritt vor Publikum: Chor Lennesang in der Stadtbücherei

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Von: Michael Koll

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Der Gemischte Chor Lennesang gab jetzt in der Werdohler Stadtbücherei sein erstes Konzert vor Publikum.
Der Gemischte Chor Lennesang gab jetzt in der Werdohler Stadtbücherei sein erstes Konzert vor Publikum. © KOLL

Erstmals seit seiner Gründung vor drei Jahren trat der Gemischte Chor Lennesang nun vor ein Publikum. 20 Zuhörer waren am Mittwoch in die Stadtbücherei gekommen, um einem einstündigen Frühlingskonzert beizuwohnen. Eingeladen dazu hatte der Kulturverein „Werdohl heute“.

Werdohl – Das Publikum hörte zunächst eine eingedeutschte Version von Leonard Cohens „Halleluja“ – einem Klassiker, dessen Original der kanadische Sänger 1984 veröffentlichte.

Zwischen den Liedvorträgen rezitierte Sänger Manfred Rademacher amüsante Lyrik, die er selbst gedichtet hatte. Dabei ließ er viel Lokalkolorit einfließen und erwähnte beispielsweise an einen Blumenhändler aus der Innenstadt sowie auch den oft defekten Aufzug am Bahnhof.

Rund 20 Zuhörer waren der Einladung in die Werdohler Stadtbücherei gefolgt.
Rund 20 Zuhörer waren der Einladung in die Werdohler Stadtbücherei gefolgt. © Agentur

Während Rademacher also über den Angler Fred sinnierte, der im Regen in der Lenne steht, tobte draußen – auch in der Bücherei gut hörbar – ein Gewitter. Die Zuschauer des Frühlingskonzertes wünschten sich da wohl umso mehr, dass die Jahreszeit, in der in der Natur die Knospen sprießen, alsbald beginnen möge.

Weitere Solisten-Momente waren der Chorsängerin Eva Dickehage vorbehalten. Die Sopranistin zelebrierte das Vilja-Lied aus der Operette „Die lustige Witwe“ von Franz Lehár sowie das „Heideröslein“. Dabei wurde sie von Chorleiterin Astrid Höller-Hewitt am E-Piano begleitet.

Dann lud Ulrich Schulte, der durch das Programm führte, das Publikum ein: „Lassen Sie sich mitnehmen“, als er den Evergreen der einstigen DDR-Band Karat „Über sieben Brücken musst Du gehen“ ankündigte. Schneller als im Original überschritt der Chor diese musikalischen Flußquerungen.

Es folgten klangliche Abstecher nach Frankreich und Irland, bevor die Lennesänger mit „Kein schöner Land“ wieder in die Heimat zurückkehrten und sogleich ihr kurzweiliges und abwechslungsreiches Premierenkonzert beendeten. Die Zuhörer spendeten reichlich Applaus und Peter Kölsche, Vorsitzender des Kulturvereins „Werdohl heute“, interpretierte das anhaltende Donnergrollen draußen ebenfalls als Beifallsbekundung.

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