Gemeinsamer Kampf gegen Raser

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Kontrollen mit einem Radarwagen führt das Netzwerk Geschwindigkeit regelmäßig am Höhenweg in Werdohl durch. Die Straße ist eine von zehn sogenannten Hauptunfallursachenstrecken.

Werdohl - Seit mittlerweile mehr als zehn Jahren gibt es das sogenannte Netzwerk Geschwindigkeit. Im Kampf gegen Raser und damit auch schwere Unfälle im Kreisgebiet haben sich die Kreispolizeibehörde, der Märkische Kreis und die Stadt Lüdenscheid zusammengeschlossen, um gemeinsam mehr erreichen zu können.

„Diese Zusammenarbeit ist in der Region nicht nur ziemlich einzigartig, sie funktioniert auch richtig gut“, sagt Christof Hüls, Pressesprecher der Polizei, mit einem gewissen Stolz. 

Schwerpunktmäßig kontrollieren die Beamten des Netzwerks im Kreisgebiet an zehn sogenannten Hauptunfallursachenstrecken. Eine dieser Strecken liegt mit dem Höhenweg (L 655) auch auf Werdohler Stadtgebiet. Der Höhenweg wird wie eine zweite Hauptunfallursachenstrecke durch den Kreis überwacht. Sieben Strecken übernimmt die Polizei, eine die Stadt Lüdenscheid. 

Geblitzt wird mit System

„In der Vergangenheit ist es auf diesen Strecken immer wieder zu schweren Unfällen gekommen, deshalb kontrollieren wir dort sehr regelmäßig“, erklärt Hüls. So steckt also System dahinter, dass erst in dieser Woche die Kreismitarbeiter an mehreren Tagen in Folge am Höhenweg blitzten – und dabei jeweils Temposünder erwischten. „Vor Jahren hat die Universität Köln eine Studie durchgeführt, wie am wirkungsvollsten kontrolliert wird. Kurz zusammengefasst lautet das Ergebnis: Wiederholung tut gut. Daran halten wir uns“, sagt Hüls. So würde nach einem zwischen den drei Behörden genau festgelegten Rhythmus, den Hüls nicht näher erläutern wollte, immer wieder an den zehn Hauptunfallursachenstrecken kontrolliert. 

Es gehe darum, Präsenz zu zeigen. Ganz bewusst auch an mehreren Tagen in Folge. „Die Verkehrsteilnehmer sollen wahrnehmen, dass wir vor Ort sind, sodass sie an den Kontrollstellen irgendwann automatisch den Fuß vom Gas nehmen und sich an die Geschwindigkeit halten“, erläutert Hüls. 

Wirkung wird nicht verfehlt

Laut Polizeipressesprecher funktioniere diese Strategie, die konzertierten Kontrollen verfehlten ihre Wirkung nicht. „Auf vielen der Hauptunfallursachenstrecken sind die Unfallzahlen rückläufig, weil dort jetzt weniger gerast wird“, sagt Hüls, ohne konkrete Zahlen zu nennen. 

Deshalb werde das Netzwerk an dieser Strategie festhalten. Autofahrer, die sich auf dem Höhenweg nicht an die Geschwindigkeit halten, müssen also auch weiterhin damit rechnen, ein Foto von sich hinter dem Lenkrad zu bekommen.

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