Gemeinsam Werdohl umbauen

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Einige Gesichter des Stadtumbaus: Stadtplaner Stefan Groß, steg-Geschäfsführer Jens Cüppers, Bürgermeister Siegfried Griebsch, Anne Behlau und Anna Schwengers. ▪

WERDOHL ▪ Der Stadtumbau nimmt langsam Fahrt auf. Nachdem in Ütterlingsen und am Bahnhof sich bereits einiges getan hat, soll als nächstes der Brüninghaus-Platz in Angriff genommen werden. Als neuer Ansprechpartner und Berater ist das Citymanagement vorgestellt worden.

Zwei Mitarbeiterinnen der Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft NRW (steg) werden im Stadtumbaubüro ebenso im Einsatz sein wie auf Plätzen, direkt bei Bürgern, Einzelhändlern und weiteren Akteuren. Bürgermeister Siegfried Griebsch bezeichnete das Unternehmen als „Bindeglied zwischen Verwaltung und Bürger“. Ebenso beim Umbauprozess in vorderster Linie im Einsatz ist der neue Stadtplaner Stefan Groß, der seit August von Vorgänger Wilfried Arlt eingearbeitet wird.

„Wir freuen uns sehr, dass es endlich los geht“, erklärte Griebsch bei der Vorstellung. Die steg solle ein großer Aktivposten sein, um auch Einzelhändler und Immobilienbesitzer anzusprechen und zu aktivieren. Dabei im Blick sind die Umsetzung des Fassadenprogramms und die Möglichkeiten des Verfügungsfonds. Eine Zusammenarbeit mit Werdohl Marketing strebt das neue Citymanagement insbesondere beim Leerstandsmanagement an.

Dass möglichst viele Werdohler sich beim Umbauprozess beteiligen sollen, unterstrich auch steg-Geschäftsführer Jens Cüppers. „Wir versuchen, die Leute mitzunehmen. Und nur so geht’s.“ Hier will seine Gesellschaft verschiedene Wege einschlagen.

In welche Richtung diese beschritten werden, skizzierte die Steg-Raumplanerin Anne Behlau, die aktuell auch den Stadtumbauprozess in Dortmund-Scharnhorst-Ost begleitet. Erläutern, beraten und Initiativen anstoßen will die Expertin bei der Nutzung des Verfügungsfonds. Beim Fassadenprogramm spreche sie mit ihrer Kollegin Anna Schwengers gezielt Immobilienbesitzer an.

Fast Mantra-artig betont das steg-Team die Bedeutung einer Bürgerbeteiligung – als erstes bei der Umgestaltung des Brüninghaus-Platzes. Etwa 800 000 Euro sollen hier investiert werden. Wie genau, das könnten eine Bürgerwerkstatt, Nachfragen bei allen Alters- und Bevölkerungsschichten in großen und kleinen Runden zeigen, erklärte Raumplanerin Behlau. Der Erste Bürger der Stadt betonte, dass damit zugleich ein „Gegenpol zur Entwicklung im Bahnhofsviertel“ geschaffen werden soll.

Obwohl die neue Gesellschaft ab jetzt im Einsatz ist, soll der Start im Stadtumbaubüro als zentrales Domizil erst im Oktober erfolgen. Die Eröffnung samt Tag der offenen Tür ist nun für Oktober geplant. Den zweimonatigen Zeitverzug begründete Bürgermeister Griebsch gestern mit dem Förderbescheid, der erst im Oktober anstünde.

Dass nun ein Dortmunder Unternehmen und ein Stadtplaner, der seinen Wohnsitz zuletzt in Neustadt an der Weinstraße hatte, mit dem Stadtumbau Werdohl beschäftigt sind, begrüßt Griebsch. „Der Blick von außen kann bereinigender sein.“ Der Stadtumbau fange aber zugleich in den Köpfen der Bürger an. ▪ Marco Fraune

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