„Gemeinnutz“ nicht gemeinnützig

Vorsitzender Hans Joachim Schrader (links) und Geschäftsführer Thomas Schreiber (3. von links) präsentierten eine gute Kassenlage der Hilfskasse Gemeinnutz.

WERDOHL ▪ 90 Jahre alt wird die Freie Hilfskasse Gemeinnutz 1922 Werdohl in diesem Jahr. Und die Anzahl der Mitglieder hält sich einigermaßen stabil, erfuhren die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung am Dienstagabend im Bistro Das Trio. Die Kassenlage ist nicht zuletzt deswegen gut.

Gerade einmal sechs Mitglieder fanden sich zur Generalversammlung ein. Der 1. Vorsitzende Hans Joachim Schrader begrüßte den kleinen Kreis. Im Jahr zuvor war immerhin noch ein Mitglied mehr zur Jahreshauptversammlung erschienen. Damals hatte die Hilfskasse noch 511 Mitglieder. Nachdem elf Mitglieder verstarben, ein Beitritt und sieben Austritte erfolgten, zählt die Kasse noch 494 Mitglieder (Stand: 31. Dezember 2011).

Geschäftsführer Thomas Schreiber erläutert die Finanzlage der Hilfskasse. Ein kleiner Überschuss konnte 2011 erwirtschaftet werden. Allerdings befürchtet der Geschäftsführer für die Zukunft keine rosigen Zeiten. Bankenkrise und der Zusammenbruch der griechischen Staatskasse führten zu unattraktiven Zinsen im Bankensektor.

Zudem schreibe die Bezirksregierung Arnsberg den Hilfskassen im Kreis konservative Geldanlagen vor. Fonds dürften nicht bedient werden. Zum Jahresende werde die Bezirksregierung ein neues mathematisches Gutachten über Gemeinnutz 1922 Werdohl anfertigen, erklärte Schreiber.

Im kommenden Jahr stehe der komplette Vorstand der Werdohler Hilfskasse zur Wahl. Sowohl der 2. Geschäftsführer Paul Fröndt als auch der 2. Vorsitzende Rudolf Adler kündigten an, nicht mehr kandidieren zu wollen.

Weitere Personen, die bereit seien, ein Amt zu übernehmen, sieht der aktuelle Vorsitzende Schrader derzeit allerdings auch nicht. Geschäftsführer Schreiber erklärte den Mitglieder, dass der Verein zwar den Namen Gemeinnutz trage, aber mitnichten gemeinnützig sei. Er dürfe demnach auch keine Spendenquittungen ausstellen.

Dem Verein beitreten dürfe jeder bis zum Alter von 50 Jahren. Kinder bis 14 Jahren seien über ihre Eltern beitragsfrei mitversichert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare