Grufties organisieren buntes Programm im Pfarrsaal

Gemeinde St. Michael Werdohl feiert Karneval

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Die Grufties luden zur karnevalistischen Baustellen-Party ein.

Werdohl - Beste Stimmung schon im Foyer vor der Öffnung der Pfarrsaal-Türen: Karneval-Fans stimmten sich mit Wodka-Feige und Gesängen auf einen fröhlichen Abend in Sankt Michael ein. Pünktlich im 19.11 Uhr gab es kein Halten mehr. Durch das Spalier der klatschenden Organisatoren, den Grufties verkleidet als quietschbunte Bauarbeiter, ging es zur Party.

„Umgebaut wird überall, gefeiert wird auf jeden Fall“, so lautete das Motto der diesjährigen karnevalistischen Sause der Grufties der katholischen Kirchengemeinde. Das engagierte Grüppchen hatte sich mit Blick auf die zahlreichen Bauarbeiten in Sankt Michael dafür entschieden. „Der Umbau des Jugendheims ist so gut wie fertig. Jetzt wird das Kloster umgebaut“, erklärte Gruftie Wilfried Arlt. Da habe das aktuelle Thema auf der Hand gelegen. 

Klar, dass auch der erste Programmpunkt auf einer Baustelle spielte, genauer gesagt am Rande einer tiefen Baugrube. Nachdem sich alle Feiernden am Buffet mit Suppe und Kartoffelsalat gestärkt hatten, ging es auf der Bühne lustig zu. So nahezu jedes Klischee über Bauarbeiter wurde hervorgekramt: Sie arbeiten nur, wenn der Chef guckt. Sie trinken zu viel Bier. Und der Lehrling muss so manches ertragen. Die Lacher des Publikums hatten die Grufties damit auf ihrer Seite. 

Die Tücken der Technik musste beispielsweise Azubi Nino am eigenen Leib erfahren. Er hatte die Mischmaschine von Betonresten zu befreien – doch plötzlich steckte er kopfüber in der Trommel und drehte sich im Kreis. Die rund 120 Zuschauer johlten vor Begeisterung. 

Insgesamt elf Programmpunkte hatten sich die Organisatoren für den Abend einfallen lassen. Gruftie Ina Hempel brillierte als Seiltänzerin und Gruftie Horst Jacke gab den Indianer. Zusätzlich gab es Gastauftritte von den Theaterspatzen, die mit „Riverdänz“ und der „Hitparade“ flotte Rhythmen auf die Bühne brachten. Gemeindemitglied Gundi Merkel stieg als Clown in die Bütt und erzählte Fritzchen-Witze, die ihre Pointe allesamt unter der Gürtellinie hatten. Die Pfadfinder vom Stamm Sankt Michael – den ganzen Abend vorrangig für den Getränkenachschub im Saal zuständig – tanzten zu später Stunde als Rover-Ballett. 

Zwischen allen Sketchen und Tänzen gab es für die Gäste ausreichend Gelegenheit zum Schunkeln und Schwofen. Das Krause Duo sorgte in bewährter Weise für die passende Musik. Medleys mit rheinischen Karnevalsklassikern kamen besonders gut an. 

Der Erlös der diesjährigen Karnevalsfeier soll karitativen Einrichtungen zukommen. 2016 waren drei Kindertagesstätten bedacht worden. Wer in diesem Jahr bedacht wird, verraten die Grufties nach Ausschlafen, Aufräumen und Abrechnung.

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