Pandemie-Kunst

Gemälde im Gebüsch versteckt - Polizei schreitet ein

Pandemiekunst von Annette Kögel an der Lennepromenade in Werdohl.
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Dieses Pandemie-Bild von Annette Kögel war vorübergehend verschwunden.

Von den Pandemie-Bildern die derzeit in Werdohl unter freiem Himmel ausgestellt sind, war am Montag plötzlich eins verschwunden. Die Polizei musste einschreiten und ermitteln - mit Erfolg.

Werdohl - Mehr als 20 Gemälde, die allesamt die Corona-Pandemie thematisieren, stellt die Werdohler Künstlerin Annette Kögel seit dem vergangenen Samstag in der Innenstadt aus – unter freiem Himmel entlang der Lennepromenade. Obwohl die Bilder täglich am späten Nachmittag abgenommen und am nächsten Morgen neu aufgehängt werden, hat die Künstlerin jetzt eine böse Überraschung erlebt.

Polizeibeamte mussten am Montagmittag zur Goethestraße ausrücken, denn eine Zeugin hatte dort mitbekommen, wie sich ein 15-jähriger Werdohler einem der Bilder näherte, es abnahm, zusammenrollte und in einem Gebüsch versteckte. Anschließend sei er zu Fuß Richtung Rathaus gegangen.

Die Zeugin rief die Polizei und gab eine Beschreibung ab. Polizeibeamte trafen den Jugendlichen an und konfrontierten ihn mit dem Vorwurf. Daraufhin räumte dieser die Tat ein und führte die Polizisten zum Versteck. Die Künstlerin erhielt ihr Gemälde, das ein Kind mit einem Kuscheltier zeigt, zurück. Die Beamten leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Diebstahls ein.

Annette Kögel nahm den eigentlich unerfreulichen Zwischenfall mit Humor: „Die Aktion läuft weiter wie bisher, ich lasse mich dadurch nicht entmutigen“, erklärte sie mit einem Lachen. Am Dienstagnachmittag hat sie dann schon wieder Gäste an ihrer Pandemie-Kunst-Meile entlanggeführt.

Die Pandemie-Kunst von Annette Kögel ist übrigens noch bis zum 24. Oktober an der Lennepromenade zu sehen. Wer sich eine Führung entlang der Kunstwerke wünscht, kann sich unter Tel. 0 172 / 5 64 99 54 mit der Künstlerin in Verbindung setzen.

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