Gelungenes Showprogramm beim Weiberkarneval in Werdohl

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An den Tischen wurden die jecken Weiber bestens versorgt.

Werdohl - Ein bisschen Stunk gehört zum Karneval dazu und deshalb sparten die Theaterspatzen der KFD in ihrer Eröffnungsnummer auch nicht mit kleinen Spitzen gegen die Stadt. Schelte gab’s für die Entwicklung am Brüninghaus-Platz und die große Geheimniskrämerei um die Lenneterrasse und den Westpark. Das alles zur Melodie von Helene Fischers Hit „Atemlos durch die Nacht“.

Launig hatte das Ensemble alles in Reimform aufbereitet, was in Werdohl übel aufgestoßen war. Doch am Ende stand ein versöhnlicher Satz: „Sorgenlos, mit viel Spaß, geben wir wie immer Gas!“ Damit war der Reigen guter Unterhaltungsbeiträge beim Weiberkarneval im Pfarrsaal von St. Michael eröffnet.

Spatz Dagmar Bachus hatte gesundheitsbedingt kurzfristig im heimischen Nest verweilen müssen, was die anderen kreativen Vögel jedoch spontan ausgleichen konnten. Steffi Krönke, Juliane Legien, Melanie Bozovic, Rita Sterzl, Yvonne Köster, Annette Bettermann, Stefanie Möscheid, Christina Orlowski, Karin Sommer, Cordula Zeh-Martin und Susanne Martin hatten sich ein wunderbares Programm für ihre 130 Gäste einfallen lassen.

Mit dem Sketch vom Kosakenzipfel kam am Donnerstagabend ein echter Klassiker auf die Bühne. Obwohl er bestens bekannt ist, hatten die Spatzen alle Lacher auf ihrer Seite im Streit um Zitronencremebällchen und Mokkatrüffel.

Raketen auf allen Eskalationsstufen

Spätestens beim inbrünstigen Büllen der „Jodelschnepfe“ hielt es keine Dame im Publikum mehr ruhig auf dem Stuhl. Bereitwillig zündete das Publikum eine Jubelrakete nach der anderen – und zwar in allen drei Eskalationsstufen.

St. Michael feiert Weiberfastnacht

„Cellulite“ war das nächste Thema. Zu diesem Zweck hatte sich das Ensemble in ausgestopfte Leggings geworfen und trug einen nahezu herzzerreißenden Jammergesang zur Melodie von Al Bano und Romina Powers „Felicità“ vor: „Warum ist Gott so gemein? Er schuf uns mit Dellen an Popo und Bein...“ Das Lied auf die Pölsterchen erfreute die Gemüter im Saal sehr.

Um Problemzonen musste sich an diesem Abend niemand sorgen, denn die waren von viel buntem Stoff verhüllt. Werdohls jecke Weiber hatten sich in fantasievolle Köstüme gekleidet. Besonders die Gruppen stachen hervor: So fand sich im Saal eine Herde freilaufender Einhörner ein und auch die hohen Hüte der Sonnenblumengärtnerinnen waren nicht zu übersehen.

Schaulaufen auf den Tanzflächen

In den Umbaupausen gab’s Gelegenheit zum Schaulaufen auf den Tanzflächen. Philipp Zausra sorgte am DJ-Pult für beste Stimmung. Vom Karnevals-Medley bis hin zu aktuellen Hits war in seiner Playlist alles dabei. Er unterstützte die Spatzen zudem musikalisch bei ihrem Clowns- und Schirmtanz und legte auch die Diskomusik zur Siebziger-Jahre-Show und „YMCA“ auf.

Ohne Gesang und Tanz kam die gelungene Bauchrednernummer von Karin Sommer und Christina Orlowski aus und Rita Sterzl stellte „Das Rezept des Monats“ ganz allein auf der Bühne vor: Ihre einzigen Begleiter waren ein Truthahn und eine Flasche Whisky – eine fatale Mischung im Landfrauen-Kochclub. Beschwerden über zu hohen Alkoholkonsum wurden übrigens prompt geäußert: In der „Therapiestunde der Wochentage“ motzte der Sonntag lautstark über die Eskapaden des Samstags.

Übrigens: Am Samstag, 10. Februar, wird in St. Michael weitergefeiert. Um 19.11 Uhr beginnt der Gemeindekarneval mit den Grufties, ebenfalls im Großen Pfarrsaal.

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