Gelungene Integration ist in Stadtbücherei Werdohl Programm

Die Ausstellung zeigt auch diesen Jugendlichen, wie gelungene Integration aussehen kann. ▪ Fraune

WERDOHL ▪ Der Titel „Vorbilder – Beispiele gelungener Integration“ ist in der Stadtbücherei Programm. Mit der gleichnamigen Ausstellung soll einer unsachlich geführten Diskussion ein positives Bild entgegengesetzt werden.

Murat Isboga blickte gestern bei der Eröffnung gewissermaßen in sein Spiegelbild. In großen Lettern stand außerdem sein Lebensweg detailliert beschrieben. Als Vorbild für eine gelungene Integration von den Real- und Hauptschülern ausgewählt, erinnerte sich der Lüdenscheider zugleich an eine angenehme Interviewsituation und reichlich Fragen, die er beantworten musste. Eine zentrale Aussage, die von den Jugendlichen zusammengefasst wurde: „Gute Vorbilder findet er wichtig, er ist aber auch der Überzeugung, dass türkische Eltern ihre Einstellung zu Bildung ändern und ihre Kinder bei Berufswahl und Schullaufbahn fördern und unterstützen müssen.“

Es sind solche Hinweise, mit denen nicht nur beschrieben, sondern auch hervorgehoben werden soll, welche Möglichkeiten einfach nur genutzt werden müssen, um den Unterschied zwischen gelungener und misslungener Integration zu unterstreichen. Entstanden ist die Ausstellung im Rahmen eines Projektes, das mit Schülern der Haupt- und Realschule erfolgte und bei der Interviewtechniken ebenso thematisiert wurden wie die richtige Fototechnik (wir berichteten).

Der stellvertretende Bürgermeister Dirk Middendorf lobte in seiner Eröffnungsrede das an den Tag gelegte Engagement. Die Ergebnisse bezeichnete er als „Endprojekt der interessanten Arbeit“. Dass die Beispiele gelungener Integration einem negativen Bild gegenüber gestellt würden, sei wichtig. „Sie leisten Ihren wertvollen Beitrag zur Integration.“ Eine Auswahl von bestens integrierten Bürgern wäre außerdem nicht sonderlich schwer. „Sie sind reichlich in Werdohl fündig geworden.“ Zu Stande gekommen ist das Projekt auf Anregung der Quartiersmanagerin Silke Kreikebaum, Uwe Wiederspahn von WIP el ele und der Stadtteilkoordinatorin Stadtmitte, Ayse Aydin. Das Vorbild war eine gleich lautende Ausstellung in Köln.

Während des Lesens der Lebensläufe lobten Besucher direkt die professionelle Gestaltung und Aufbereitung. Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Bücherei zu sehen. ▪ Marco Fraune

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