Geldstrafe und Fahrverbot

Sieben Monate Führerscheinsperre und 1 200 Euro Geldstrafe – so lautete der Richterspruch.

WERDOHL ▪ Erst verursachte ein 67-jähriger Werdohler unter Alkoholeinfluss einen Unfall, dann begab er sich knapp eineinhalb Stunden danach ohne Führerschein erneut auf die Straße. Dafür kassierte der Mann nun vor dem Amtsgericht Altena eine Geldstrafe in Höhe von 1 200 Euro.

Vor Gericht gab sich der Rentner geständig und räumte ein, am 3. Mai gegen 22.20 Uhr mit seinem Renault unter anderem die Plettenberger Straße befahren zu haben. Im Laufe seiner Fahrt hatte der Mann einen Unfall mit einem Verletzten und einem Sachschaden in Höhe von 5 519 Euro verursacht.

Anstatt die Polizei zu informieren, war der Werdohler einfach abgehauen. „Das war ein Schock. Ich dachte, es wäre nur eine Kleinigkeit gewesen. Aber das war es nicht”, so räumte der Angeklagte ein.

Eine nach dem Unfall entnommene Blutprobe hatte einen Wert von 1,24 Promille ergeben. Noch vor Ort war dem Werdohler der Führerschein abgenommen worden. Trotzdem hatte sich der 67-Jährige gegen Mitternacht mit immerhin noch einem Promille erneut hinter das Steuer seines Autos gesetzt. „Ich stand im Parkverbot und hatte Angst vor einem Strafzettel”, erklärte der Rentner vor Gericht.

Polizeibeamte waren auf den Mann aufmerksam geworden. Der Unfallwagen hatte auffällig geraucht, und ein Reifen hatte sich bereits von der Felge abgelöst. Zudem war der Angeklagte in Schlangenlinien gefahren und zwischendurch sogar auf der Gegenfahrbahn gelandet.

Der Umstand, dass der 67-Jährige in seinem bisherigen Leben noch nie mit dem Gesetz in Konflikt geraten war, wirkte sich bei der Urteilsfindung positiv aus. Auch sein Geständnis kam dem Mann zu Gute. So endete der Tag für ihn mit der erwähnten Geldstrafe und einer Führerscheinsperre von sieben Monaten. Der Werdohler akzeptierte das Urteil. ▪ jape

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