Gejammer keine langweilige Geschichte

Bernd Surholt kommt nach Werdohl.

WERDOHL ▪ Das Kleine Kulturforum lädt für kommenden Samstag zu einer besonderen Lesung ein. Im Rahmen der Vorstandsveranstaltung soll „alles andere als eine langweilige Geschichte“ geboten werden, ein tragisch-komisches Theaterstück mit Bernd Surholt – nach einer Erzählung von Anton Tschechow, Regie Rudolf Höhn. Beginn ist um 19.30 Uhr an der Goethestraße.

Bei der Vorlage handelt es sich um eine szenischen Bearbeitung der von Anton Tschechow 1889 verfassten Erzählung „Eine langweilige Geschichte“. In ihr resümiert der hochgeehrte, aber tief verbitterte Medizinprofessor Nicolai Stepanowitsch über sein facettenreiches Leben.

Gequält von Schlaflosigkeit, Todeserwartung, Überdruss und Langeweile reflektiert er mit scharfem und beißendem Sarkasmus über Alter, Jugend, Eheleben und Beruf und . . der Sehnsucht nach dem „wahren Leben“.

Mit großer schauspielerischer Intensität werde in dem Einpersonenstück der innere Monolog des Nikolai Stepanowitsch und das Hineinschlüpfen in die Rollen des ihn umgebenden Menschen kurzweilig und virtuos auf die Bühne gebracht, heißt es in der Ankündigung. „In der szenischen Umsetzung der tragisch-komischen Lebensbilanz gelingt ein eindrucksvolles Bild des Wechselspiels zwischen Melancholie und Ironie mit dem Tschechow- eigenen diagnostischen Blick auf das weite Land der Seele.“ Der Zuschauer merke schnell, dass sich hinter dem weisen Gejammer alles andere als eine langweilige Geschichte verbirgt.

Das besondere Theaterstück dauert 80 Minuten. Eintrittskarten gibt es für 6 Euro im Vorverkauf bei Jung Optik, Freiheitstraße 13.

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