Auch Kraftwerk wird abgebrochen

Geistersiedlung Elverlingsen: Letzte Häuser fallen

Enervie-Projektleiter Oliver Rabe beobachtet den Baggerführer, wie er das letzte von drei noch stehenden Häusern der ehemaligen Siedlung Elverlingsen abreißt. Ende der Woche werden alle Häuser der Siedlung am Boden liegen.
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Enervie-Projektleiter Oliver Rabe beobachtet den Baggerführer, wie er das letzte von drei noch stehenden Häusern der ehemaligen Siedlung Elverlingsen abreißt. Ende der Woche werden alle Häuser der Siedlung am Boden liegen.

Die ehemalige Siedlung Elverlingsen mit ihren 64 Wohnungen in 21 Häusern samt Garagen und Gartenhäuschen ist verschwunden.

In diesen Tagen sind die letzten der großen Mehrfamilienhäuser „Am Hang“ niedergerissen worden. Knapp zwei Tage sind nötig, um eines der vorher entkernten Häuser abzutragen.

Ein Großteil von Mauern und Steinen wird nach dem Zerkleinern wieder in die Löcher der ehemaligen Fundamente gekippt. Ein Teil des Bauschutts ist belastet und darf nicht mehr in der Nähe der Lenne in den Boden eingebracht werden, dieser Teil muss teuer abgefahren und entsorgt werden. Der Brecher auf dem ehemaligen Kohlelagerplatz wird nur alle zwei Tage in Betrieb genommen, wenn genug Abbruchmaterial zusammengekommen ist.

Auf dem ehemaligen Kohlelagerplatz werden die Reste der Siedlung in Haufen sortiert: Ein Teil des Abbruchmaterials wird direkt wieder in die Löcher der Fundamente gekippt, ein Teil ist belastet und muss entsorgt werden.

Geistersiedlung Elverlingsen: Restarbeiten dauern noch an

Mit Restarbeiten auf dem Gelände ist die beauftragte Firma Landwehr noch einige Wochen beschäftigt, sie hinterlässt eine leicht modellierte Fläche, auf der jetzt schon das Grün überhand nimmt. Derweil sind die Pläne der Enervie-Gruppe, das Gelände samt dem stillgelegten Kohlekraftwerk an einen Investor zu verkaufen, in vollem Gange.

Bis auf ein paar Reste ist die ehemalige Siedlung verschwunden. Aus geringer Distanz ist kaum mehr zu erkennen, dass hier mehr als 20 Häuser standen.

Oliver Rabe, bei Enervie Projektleiter für Elverlingsen: „Im Augenblick beschäftigen sich die Juristen mit dem Bieterverfahren für das geplante Industriegebiet Elverlingsen.“ Geplant ist, dem Investor die Auflage zu machen, das Kraftwerk abzureißen und aus den etwa 20 Hektar eine Gewerbefläche für die Stadt Werdohl zu entwickeln. Der Auftrag soll noch in diesen Sommer vergeben werden.

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