Europäische Mobilitätswoche

Gegen Elterntaxis: Kinder verzieren Schulweg

+
Mit Kreide und Sprühfarbe malten die Schüler der Martin-Luther-Grundschule frei oder mit Schablonen Spielelemente auf den Gehweg, die es attraktiver machen sollen, den Weg zur Schule zu Fuß zu absolvieren.

Werdohl – Nachhaltige Mobilität sichtbar in Szene setzen: Darum geht es bei der Europäischen Mobilitätswoche, die am 22. September endet und an der in diesem Jahr erstmals auch Werdohl teilnahm.

Klimaschutzmanagerin Meike Majewski hatte dafür gesorgt, dass die zur Teilnahme benötigten Materialboxen des Umweltbundesamtes in die Stadt an Lenne und Verse geschickt werden und die Kontakte zwischen Kreis, Verwaltung und der städtischen evangelischen Martin-Luther-Grundschule aufgenommen und koordiniert. 

Schulleiterin Britta Schwarze ließ sich in Bezug auf die Projektteilnahme nicht zweimal bitten. Ein Team von Kindern der offenen Ganztagsbetreuung fand sich zusammen und verzierte in der vergangenen Woche die Gehwege rund um die Schule. „Sinn der Sache ist es, den Kindern den Schulweg attraktiver zu machen.“ Durch aufgemalte Spielelemente soll ein Anreiz geschaffen werden, den täglichen Weg zur Schule zu Fuß zu bestreiten, statt sich von den Eltern mit dem Auto bringen zu lassen. Die Erlaubnis zum Bemalen der Gehwege erteilte das städtische Ordnungsamt. 

Elterntaxis auch an der Luther-Grundschule ein Problem

Elterntaxis seien an der Martin-Luther-Grundschule tatsächlich kein unerhebliches Problem. Ganz besonders dann, wenn die Eltern bis vor das Schulgebäude fahren, statt die Kinder am oftmals leeren Haltestreifen an der Danziger Straße aussteigen zu lassen, kritisierte Schwarze – und berichtete von regelmäßigen Streitigkeiten im Zusammenhang mit den Parkplätzen. 

Gemalt wurden von den OGS-Kindern zum Beispiel labyrinthartige Linien in verschiedenen Farben, auf denen man laufen soll, solange sie sichtbar sind. 

Knallige Sprühfarbe und Schablonen

Für ein ansprechendes Aussehen der farbigen Symbole sorgten die Veranstalter der Europäischen Mobilitätswoche. In den Materialboxen lagen neben Kreide und auffallend knalliger Sprühfarbe zudem Schablonen, die den Kindern das Verzieren erleichterten. Auch eine Malhilfe für das Maskottchen der Mobilitätswoche war dabei: Edgar. Zudem wurden Plakate aufgehängt und einige Schutzmasken mit dem Logo der Aktion gab es auch. 

„Es ist ein Projekt, das man gerne bejaht und an dem wir uns gerne beteiligt haben“, betonte Britta Schwarze. Nicht nur, weil es ein gutes Ziel verfolge, sondern auch, „weil wir dafür so gut wie keine Vorarbeit leisten müssen“, lobte sie das Konzept mit den umfangreichen Materialboxen („Rundum-Sorglos-Pakete“).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare