Hinweise aus der Bürgerschaft

Gefahrensituationen für Fußgänger: SPD warnt

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Gefährdungspotenzial für Fußgänger sieht die SPD im Versetal. Nach Abschluss der Bauarbeiten fehlten Warnschilder für Fußgänger, sodass diese häufig sehr nah am fließenden Verkehr entlang liefen.

Werdohl – Fußgänger, die auf dem Gehweg der Feldstraße unterwegs sind, müssen sich vorsehen – das stellt zumindest SPD-Ratsherr Jürgen Henke fest

„In den letzten Tagen sind uns vermehrt massive Beschwerden von Anwohnern vorgetragen worden, wonach durch undiszipliniertes Parkverhalten Passanten auf den Gehwegen und dem daraus resultierenden Fahrverhalten der Pkw-Fahrer erhebliche Gefahrensituationen eingetreten sind.“ Henke hat sich per E-Mail an das Ordnungsamt der Stadt Werdohl gewandt. 

Henke schreibt, die rechtliche Situation sei seines Erachtens recht unübersichtlich. Eingezeichnete Parkboxen seien kaum mehr als solche zu erkennen, andere seien mit gelber Farbe überzeichnet. „Fahrzeuge parken so, dass ein geregelter Begegnungsverkehr nur schwer möglich ist.“ 

Ordnungsamt soll Situation prüfen

Henke bittet Ordnungsamtsleiterin Andrea Mentzel darum, die Situation vor Ort zu überprüfen und entsprechend zu überwachen. „Zugleich erwarten wir, dass im Einklang mit den Anwohnern eine einvernehmliche Lösung angestrebt wird, um eine akzeptable Parksituation zu erreichen“, erklärt der Sozialdemokrat weiter. Sofern es erforderlich sei, werde die SPD-Fraktion für die Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung am 5. Oktober einen entsprechenden Antrag einbringen, kündigt er an. 

Um eine Überprüfung der Parksituation bittet Jürgen Henke auch im Bereich der Wallgrabenstraße in Pungelscheid. Dort seien die Markierungen mittlerweile in die Jahre gekommen und könnten entfernt werden. „Vor Jahren wurden Einbauten vorgenommen, um die effektive Geschwindigkeit der abschüssigen Straße zu reduzieren“, stellt er fest. Mittlerweile bestehe in diesem Bereich jedoch ein erheblicher Parkraumdruck. Deshalb schlägt der SPD-Politiker vor, sowohl die Markierungen als auch die Einbauten zu entfernen, um stattdessen „alternierendes Parken“ anzuordnen. 

Anwohner sollen einbezogen werden

Laut Definition versteht man darunter „Parken von Fahrzeugen an Stellen, die eigentlich nicht zum Parken vorgesehen sind.“ Bei der Erarbeitung eines Konzepts sollten allerdings die Anwohner einbezogen werden, so Henke. 

An der Feldstraße sind die eingezeichneten Parkboxen teilweise schwer zu erkennen. Das führt laut Jürgen Henke zu einem Fahrverhalten, das Fußgänger gefährdet.

Im Bereich der inzwischen fertiggestellten Baumaßnahme an der Bundesstraße 229 in Eveking sieht der Kommunalpolitiker ebenfalls Gefährdungspotenzial für die Fußgänger. Dort fehlt seiner Ansicht nach ein Schild, das Passanten auf das folgende Verbot für Fußgänger hinweist: „Eine besondere Gefahr liegt zudem darin, dass Fußgänger zurzeit wegen einer nicht vorhandenen Hinweisgebung bis vor das Schild (Verbot für Fußgänger) hinter der Haltestelle laufen, um dann auf dem Schrammbord verbotenerweise entlang zu turnen.“ Henke schlägt vor, die Fußgänger vor dieser Gefahrenstelle in den Bereich Bachstraße umzuleiten. 

Radweg soll wieder zur B229 geführt werden

Weiter merkt der Ratsherr an, dass im Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung ein Beschluss gefasst worden sei, dass der Radweg vor dem Feuerwehrgerätehaus durch die Bachstraße wieder zur B 229 geführt werden solle, sobald diese Baumaßnahme beendet ist. Schließlich greift der Sozialdemokrat in seiner E-Mail noch einmal die Beschilderung im Bereich des Bahnhofes auf, die auf den Wanderweg Sauerland-Höhenflug hinweist. „Dort sind Örtlichkeiten und Gaststätten aufgelistet, die es seit Jahren nicht mehr gibt.“ Unter anderem weist das Schild noch auf den Danziger Hof, das Restaurant Wiengarn und die Gaststätte Olbrich hin. 

Zudem, so kritisiert Henke, „fehlt ein Hinweis auf die Lenneroute“. Peinlich sei, dass sich dieses Schild unmittelbar vor dem Gebäude der Werdohl Marketing GmbH befinde. 

Hinweise aus der Bürgerschaft

Abschließend stellt der Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung fest: „Vorstehende Hinweise kamen nicht zuletzt insbesondere von aufmerksamen Werdohler Bürgern.“ 

Ordnungsamtsleiterin Andrea Mentzel bestätigte auf Anfrage der SV-Redaktion den Eingang der entsprechenden Nachrichten. Auch Jürgen Henke, der die E-Mails am Sonntag verschickt hatte, lag am Montag bereits eine Eingangsbestätigung des Ordnungsamtes vor. Andrea Mentzel kündigte an, die jeweiligen Sachverhalte zu prüfen und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

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