Straße hinter dem WK optisch verengen

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Wie eine „Landebahn“ wirkt die Fahrbahn hinter dem WK-Warenhaus. Das soll sich jetzt ändern: Wo jetzt Randsteine zu erkennen sind, soll eine weiße, unterbrochene Linie gezogen werden. Dazu kommen eine Mittellinie und zwei farbige Piktogramme.

Werdohl - Der Bereich hinter dem WK-Warenhaus am Grasacker und an der Goethestraße soll für Fußgänger sicherer werden. Während der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung am Dienstag hat Fachbereichsleiter Thomas Schroeder die Pläne zur Beruhigung der Verkehrssituation vorgestellt.

Nachdem die WBG mit einem entsprechenden Antrag auf die Situation aufmerksam gemacht hatte, sei auch Silvia Voßloh im Rahmen der Bürgermeistersprechstunde auf dem Wochenmarkt auf das Gefahrenpotenzial für Fußgänger im genannten Bereich angesprochen worden. „Jetzt haben wir einen guten Vorschlag“, kündigte die Bürgermeisterin an – und bat Fachbereichsleiter Thomas Schroeder um weitere Erläuterungen. 

„Wir haben Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt und festgestellt, dass tatsächlich viele Autofahrer zu schnell fahren“, sagte Schroeder. 85 Prozent der gemessenen Fahrzeuge hätten die Messstelle – 30 Stundenkilometer sind dort erlaubt – mit einer Geschwindigkeit von bis zu 38 Stundenkilometern passiert.

„Die restlichen 15 Prozent waren schneller“, berichtete der Fachbereichsleiter. Das sei auch kein Wunder: „Hinter dem WK hat man das Gefühl, man ist auf einer Landebahn unterwegs und nicht auf einer engen Straße.“ Das liege an der fehlenden Abgrenzung zum WK-Parkplatz. 

Straße optisch enger gestalten

Geplant sei, die Straße nun optisch enger zu gestalten. Zum Parkplatz hin solle eine unterbrochene Linie gezogen werden. Ein Mittelstrich auf der Fahrbahn werde die Optik zusätzlich verändern. Darüber hinaus würden zwei Piktogramme auf die Fahrbahn aufgebracht – jeweils am Anfang des Gefahrenbereiches. 

Hier ist es bereits jetzt für Fußgänger sicherer: Sie haben einen viel besseren Blick auf die Fahrbahn und die Verkehrssituation.

Dabei handele es sich um das Zeichen „Fußgänger“: ein rotes Dreieck mit einem laufenden Männchen in der Mitte auf weißem Grund. „Durch die farbliche Gestaltung versprechen wir uns eine erhöhte Wahrnehmung“, erklärte Thomas Schroeder. 
 
Bereits jetzt habe sich die Situation für die Fußgänger verbessert, die den Weg neben dem WK zum Grasacker hinuntergehen: Am Ende des Weges, der quasi in die Fahrbahn mündet, seien Büsche entfernt worden. „So ist das Sichtdreieck wieder hergestellt worden“, berichtete der Fachbereichsleiter. 

Andere Maßnahmen sind nicht sinnvoll

Mit der Umsetzung der weiteren Maßnahmen solle im Frühjahr begonnen werden, kündigte er weiter an. Bevor man sich für die optischen Veränderungen entschieden habe, seien auch andere „Klassiker“ durchdacht worden, sagte Schroeder. Allerdings habe man sich in Werdohl von Bodenschwellen schon lange verabschiedet.

Beim Einsatz von Berliner Kissen (Bremsschwellen) komme es zur Lärmentwicklung durch bremsende und anfahrende Fahrzeuge sowie zu Problemen beim Winterdienst. Sogenannte Doppelbaken in Kombination mit Sperrflächen seien in dem betroffenen Bereich nicht sinnvoll: „Der Verkehr würde dadurch negativ beeinflusst.“

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