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Gefährliche Kreuzung soll ihren Schrecken verlieren

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Von: Volker Griese

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Die beiden Spiegel an der Neuenrader Straße sind Verkehrsteilnehmern nicht immer eine Hilfe.
Die beiden Spiegel (links) an der Neuenrader Straße sind Verkehrsteilnehmern nicht immer eine Hilfe. © Jona Wiechowski

Der Landesbetrieb Straßen.NRW soll prüfen, welche Maßnahmen ergriffen werden können, um die Unfallgefahr an der Einmündung Neuenrader Straße/Klosterweg/An der Hartmecke in Werdohl zu entschärfen. Diese Empfehlung hat am Montagabend der Hauptausschuss der Stadt Werdohl ausgesprochen. Anlass war ein Unfall unter Beteiligung einer Radfahrerin, der sich dort im Juni ereignet hat.

Werdohl ‒ Bei dem Unfall war eine Autofahrerin, die von der Neuenrader Straße nach links in den Klosterweg abbiegen wollte, mit der Radfahrerin zusammengestoßen, die aus Richtung Neuenrade kam. Der Ehemann der Autofahrerin hatte daraufhin in einem Schreiben an die Stadt Werdohl auf die Gefährlichkeit dieser Einmündung hingewiesen.

Die dort angebrachten Verkehrsspiegel genügten nicht den Anforderungen an eine sichere Verkehrsführung, hatte er geschrieben. Die Spiegel seien schlecht eingestellt, im Winter oft vereist und im Sommer durch die blendende Sonne stundenweise nicht nutzbar. Zweiradfahrer seien darin meistens überhaupt nicht erkennbar. Der Werdohler regte an, die zulässige Höchstgeschwindigkeit für den aus Richtung Neuenrade kommenden Verkehr vor der Kurve auf 30 km/h zu begrenzen.

Die Mitglieder des Hauptausschusses sahen ebenfalls ein gewisses Gefahrenpotenzial im Kreuzungsbereich der drei Straßen. So berichtete auch Christoph Plaßmann von Radfahrern, die in den Spiegeln nicht erkennbar seien. Allerdings äußerten einige Ausschussmitglieder Zweifel, ob der Landesbetrieb Straßen.NRW das genauso sehen würde. „Angeblich passieren da nur vier Unfälle pro Jahr. Deshalb wird es wohl schwer, dort einen Unfallschwerpunkt zu erkennen“, sagte Jürgen Henke (SPD). Auch Bürgermeister Andreas Späinghaus ahnte, Straßen.NRW habe wohl „eine andere Betrachtungsweise, was Unfallschwerpunkte angeht“.

Trotzdem erteilte der Hauptausschuss schließlich dem städtischen Ordnungsamt den Auftrag, Kontakt mit dem Landesbetrieb aufzunehmen, um Möglichkeiten auszuloten, den Verkehr an diesem Knotenpunkt sicherer zu machen.

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