Dr. Georg Vizkelety ist seit 50 Jahren Zahnarzt

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Kanbach

Werdohl - Er stammt aus Ungarn, hat in Werdohl aber längst eine neue Heimat gefunden - sowohl privat als auch beruflich. Jetzt konnte Dr. Georg Vizkelety eine besondere Auszeichnung aus seinem Geburtsland entgegennehmen.

Die Tatsache, dass Dr. Georg Vizkelety sich Werdohl als Wohnsitz ausgesucht und hier am Eggenpfad Anfang April 1971 eine Zahnarzt-Praxis eröffnet hat, ist zweifelsfrei das Verdienst des Apothekers Dr. Hansjörg Biehl. Er hatte dem damals 27-jährigen Zahnmediziner bei dessen Verlobung mit seiner späteren Frau Ingeborg den Vorschlag gemacht, seine berufliche Zukunft nicht etwa in Süddeutschland zu suchen, sondern hier, im Sauerland.

Lang ist’s her. Der an Höhepunkten reiche Werdegang des gebürtigen Ungarn aus einer Ärztefamilie mündete nun in diesen Tagen in ein besonderes Ereignis. Er erhielt das goldene Zahnarzt-Diplom von der staatlichen Semmelweis-Universität in Budapest.

Nachdem er als 18-Jähriger sein Abitur gemacht hatte, erhielt Vizkelety, der eigentlich die ungarischen Vornamen György Lajos (deutsch: Georg Ludwig) trägt, nach fünf Jahren Studium zum Mediziner und Zahnmediziner am 14. Januar 1967 in Budapest als einer von 185 Absolventen sein Diplom.

Danach begann zunächst seine auf ein halbes Jahr ausgerichtete Zeit beim Militär – für Vizkelety nach eigener Einschätzung „die allerschönste Zeit“.

Gleichwohl: Nach seiner Tätigkeit an einem Fortbildungsinstitut in Ungarns Hauptstadt nutzte er 1968 – zwölf Jahre nach der blutigen Niederschlagung des Volksaufstandes in seinem Heimatland durch die Sowjets – mit Hilfe eines Touristenpasses die Gelegenheit, nach Deutschland zu reisen, wo sein Diplom uneingeschränkt anerkannt worden war.

In Iserlohn wurde ihm die Chance geboten, als Zahnarzt tätig zu sein, bis – wie erwähnt – Dr. Biehl ihn ermutigte, sich in Werdohl niederzulassen. Dr. Georg Vizkelety folgte dem Vorschlag des weitläufigen Verwandten seiner Frau und übernahm die Praxis seines erkrankten Vorgängers.

Seine Würdigung für diese Entwicklung mit dem Goldenen Diplom in der Hand: „Das entpuppte sich als absoluter Lottogewinn“. Und wie das so ist in einer Ärztefamilie: Sohn Richard gehört seit 2003 erfolgreich ebenfalls zum Team.

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