Brüninghaus-Platz: Bodenproben genommen

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Mitarbeiter eines Ingenieurbüros aus Dortmund nahmen am Montag am Brüninghaus-Platz Proben der Pflasterbettung, führten zudem an drei Stellen auch Versickerungsversuche durch.

Werdohl - Im dritten Anlauf hat es funktioniert: Mitarbeiter eines Ingenieurbüros aus Dortmund nahmen am Brüninghaus-Platz am Montag Bodenproben für ein zweites Gutachten, welches endgültig Aufschluss über die Gebrauchsfähigkeit der Pflasterfläche geben soll.

Diese zweifelt die Stadt bekanntlich an und lässt den Platz bereits seit Sommer vergangenen Jahres nur noch fußläufig nutzen (unsere Zeitung berichtete mehrfach). „Der Frost ist so weit aus dem Boden rausgezogen, dass die Arbeiten jetzt möglich waren“, sagte Martin Hempel, Leiter der Abteilung Tiefbau der Stadtverwaltung, im Gespräch mit unserer Zeitung, nachdem der Termin im Februar witterungsbedingt zweimal verschoben werden musste. 

Was wird in dem zweiten Gutachten untersucht? 

Nachdem im vergangenen Jahr die Schichtdicke des Platzunterbaus und die Fugenbreiten untersucht worden sind, geht es jetzt um die Beschaffenheit und Zusammensetzung des Bettungs- und Fugenmaterials an sich. „Es wird beispielsweise überprüft, ob das Material überhaupt geeignet ist“, sagte Hempel. 

Was wurde am Montag auf dem Brüninghaus-Platz gemacht? 

Die Arbeiter nahmen an neun Stellen Proben der unterschiedlichen Materialien, die als Pflasterbettung bei der Sanierung des Platzes 2016 verbaut worden sind. Zudem wurden an drei Stellen Versickerungsversuche durchgeführt, um die Wasserdurchlässigkeit zu prüfen. Das entnommene Material wird im Labor einer Siebanalyse unterzogen. 

Wann ist mit Ergebnissen zu rechnen?

„Wir hoffen, die Auswertung bis Mitte, spätestens Ende März vorliegen zu haben“, sagte Hempel. Dann sollen die Gespräche über den Umfang der Nachbesserungsarbeiten mit der Baufirma, die den Platzumbau durchgeführt hat, wieder aufgenommen werden. Ziel bleibe es, sich außergerichtlich zu einigen, um den Platz möglichst schnell wieder nutzen zu können. 

Was ist bisher bekannt? 

Laut des ersten Gutachtens hat die Pflasterbettung nicht an allen Stellen die richtige Dicke und die Fugenbreite des Natursteinpflasters entspricht in Teilen nicht dem Leistungsverzeichnis und den Regelwerken der Ausschreibung. „Wir müssen aber ausschließen können, dass es zu Verformungen des Pflasters kommt, wenn der Platz vor Großveranstaltungen mit schweren Fahrzeugen befahren wird oder es zu erhöhten Punktbelastungen kommt“, erklärte Hempel. Dass nachgearbeitet werden muss steht also fest, das zweite Gutachten soll allerdings Klarheit bringen in welchem Umfang. „Käme bei der Untersuchung heraus, dass das Bettungsmaterial ungeeignet ist, würde der Brüninghaus-Platz über mehrere Monate zu einer Baustelle“, sagte Hempel, der daran aber nicht glaubt. Schließlich seien vor dem Einbau des Materials im vorvergangenen Jahr alle Lieferscheine geprüft worden. „Und damals was aus unserer Sicht alles okay“, so Hempel. 

Was kosten die Gutachten? 

Jeweils etwa 3000 bis 5000 Euro, die zunächst die Stadt Werdohl zahlen muss.

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