Gastronomie an Lenneterrassen: Investorensuche geht weiter

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Im Bereich des Lenneufers möchte die Verwaltung gerne ein gastronomisches Angebot realisieren.

Werdohl - Im großen Interview zum Jahreswechsel vor ziemlich genau zwei Monaten hatte Bürgermeisterin Silvia Voßloh noch gehofft, in der ersten Sitzung des Umwelt- und Stadtentwicklungsausschusses (Ustea) in diesem Jahr endlich Pläne für ein gastronomisches Angebot an den Lenneterrassen in der Innenstadt präsentieren zu können. Diese Hoffnung hat sich mittlerweile zerschlagen.

Denn das Gremium kommt am Dienstag nächster Woche, 6. März, zwar erstmals im Jahr 2018 für eine Sitzung zusammen, das Thema Lenneterrassen fehlt allerdings auf der bereits veröffentlichten Tagesordnung. 

„Wir befinden uns weiterhin in Gesprächen mit möglichen Investoren, sind zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht in der Lage Pläne vorzustellen“, sagte das Stadtoberhaupt auf Anfrage unserer Zeitung. 

Es bleibe aber weiterhin das Ziel der Verwaltung, den politischen Gremien und der Öffentlichkeit die Pläne möglichst zeitnah vorzustellen. „Wir haben weiterhin verschiedene Optionen“, sagte Voßloh. 

Schon seit 2015 ein politisches Thema 

Nachdem die Stadt schon längere Zeit nach einem Investor für ein gastronomisches Angebot im Bereich der Lenneterrassen sucht, die im Zuge der Innenstadtaufwertung durch Fördermittel der Regionale 2013 bereits 2016 fertiggestellt worden sind, hatte Voßloh zuletzt den Wunsch geäußert, etwas für diese Sommersaison auf die Beine stellen zu können. Ob dieser Zeitplan angesichts der neuerlichen Verschiebung der Ideenvorstellung gehalten werden kann, dürfte mehr als fraglich sein. 

Erstmals hatten sich bereits im September 2015 mehrere Bewerber, die an der Lenne ein gastronomisches Angebot aufziehen wollten, im Ausschuss für Umwelt- und Stadtentwicklung vorgestellt. Diese Pläne werden mittlerweile nicht mehr weiter verfolgt. 

Im Anschluss gab es in der Verwaltung immer wieder mal Gedankenspiele, wie ein gastronomisches Angebot an der Lenne mindestens für das Sommerhalbjahr aussehen könnte. Diese wurden der Politik, die sich zu diesem Thema ebenfalls nicht näher äußert, auch in einer nicht-öffentlichen Sitzung vorgestellt, blieben ansonsten aber unbekannt. 

Zuletzt hatte Voßloh immer wieder auch von einer „großartigen“ Idee gesprochen, die allerdings geheim gehalten werden solle, um nicht andere Kommunen, die mehr Geld als Werdohl hätten, mit der Nase darauf zu stoßen. 

„Geheimniskrämerei“ noch nicht beendet 

Im Juni vergangenen Jahres hatte die SPD angekündigt, die „Geheimniskrämerei“ in Sachen Bewirtschaftung der Terrassen zu beenden und für die nächste Ratssitzung einen entsprechenden Antrag stellen zu wollen. Passiert ist dies bislang nicht. „Es gibt derzeit nichts, worüber wir diskutieren könnten, deshalb haben wir auf diesen Antrag verzichtet“, sagte Fraktionsvorsitzender Wilhelm Jansen Ende 2017 auf Anfrage unserer Zeitung. 

Einige Kilometer weiter lenneabwärts in Altena gibt es seit längerer Zeit ein gastronomisches Angebot direkt am Fluss, das zu einer deutlichen Belebung dieses Uferabschnitts beigetragen hat. Einen ähnlichen Effekt erhoffen sich die Werdohler Stadtverantwortlichen in abgespeckter Form weiterhin auch für ihre Kommune. Wann dieser einsetzen könnte, ist allerdings nach wie vor völlig ungewiss.

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