Der Gaspreis bleibt weiterhin stabil

Gas wird im Versorgungsgebiet der Werdohler Stadtwerke zum 1. Oktober nicht teurer. Der Bezugspreis bleibt unverändert.

WERDOHL ▪ Eigentlich hatte Dirk Selle, der kaufmännische Geschäftsführer der Stadtwerke, den Werdohler Kunden Hoffnung darauf gemacht, dass der Gaspreis zum 1. Oktober gesenkt werden könnte – „und das nicht unerheblich“, wie er Ende März noch optimistisch in Aussicht stellte.

Die Euphorie war seinerzeit verständlich, denn kurz zuvor hatte der Bundesgerichtshof die Entscheidung gefällt, dass die automatische Bindung der Gaspreise an den jeweiligen Ölpreis gekippt werden solle. Zwar hatte dieser Spruch des Gerichtes keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Kunden, doch der Blick nach vorn war mit Zuversicht versehen.

Inzwischen ist die Aussage von Dirk Selle von Ende März zwar überholt, aber es gibt in diesem Zusammenhang zumindest eine gute Nachricht, nachdem andernorts wieder von Preiserhöhungen die Rede ist: Mit Beginn der Heizperiode am 1. Oktober bleibt in Werdohl alles beim Alten. Der Gaspreis wird nicht angehoben.

Die dritte Preisrunde in diesem Jahr, die für die Verbraucher erneut in weiten Teilen des Landes eine Mehrbelastung mit sich bringen wird und weiter im Zusammenhang mit der Ölpreisbindung steht, könne „gerade noch aufgefangen werden“, so Selle.

Dies nicht zuletzt dank der Tatsache, dass es möglich sei, im Verbund mit neun anderen Stadtwerken das Gas günstiger einzukaufen. Den Verbraucher an Lenne und Verse wird die Kunde vom unveränderten Preis zwar einerseits freuen, doch andererseits bleibt in Zeiten des knappen Geldes immer der Blick ins Portemonnaie, ob man die finanziellen Enden zusammenhalten kann. Vorerst vorbei scheinen die Zeiten, in denen man sich – seit 2008 über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren – über Senkungen freuen konnte. Der Trost bleibt: Gas ist gegenüber dem ersten Halbjahr 2008 heute immer noch günstiger.

Unbeirrt von alledem bauen die Stadtwerke ihr Gas-Leitungsnetz Zug um Zug weiter aus – insbesondere in den Neubaugebieten. Längst ist auch der Düsternsiepen in dieser Hinsicht voll erschlossen, aber ob es dort irgendwann eine solche Traum-Abnehmerquote gibt, wie im Gebiet Becke/Riesei (99 Prozent), bleibt abzuwarten, zumal neben Öl zuletzt auch die Energieform Pellets an Bedeutung gewinnt. Der Nachteil gegenüber Gas: Beide benötigen Platz entweder für einen Tank oder das Pellets-Lager.

Rainer Kanbach

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