Gas-Baustelle: So lange bleibt die B236 noch gesperrt

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Die B 236 ist ab dem Bereich In der Lothmecke gesperrt. Dort befindet sich die Gasstation von Open Grid Europe, vorne soll die neue Gasstation der Westnetz entstehen.

Werdohl – „Natürlich wären auch wir froh, wenn wir die Arbeiten hier schon vorzeitig beenden könnten. Aber so wie es aussieht, bleibt es dabei, dass wir am 29. November fertig werden.“

Das erklärte Stefan Lange, Pressesprecher des Verteilnetzbetreibers Westnetz, auf Anfrage der Redaktion. Demnach liegen die Arbeiten an der Bundesstraße 236 zwischen Werdohl und Plettenberg voll im Zeitplan. 

Voraussichtlich ab dem 30. November können Autofahrer die Bundesstraße wieder nutzen. Die Aussage seines Vorgängers – er hatte im Juli erklärt, dass die Frist bis Ende November bereits einen zeitlichen Puffer enthalte – bezeichnete Lange als „sehr optimistisch“. 

Westnetz baut Netzkopplungspunkt

Westnetz baut seit Mitte Juli im Plettenberger Stadtteil Teindeln einen neuen Netzkopplungspunkt, der die bestehende Gashochdruckleitung der Open Grid Europe GmbH (OGE) mit der Hochdruckleitung von Westnetz neu verbindet. Dazu erfolgen der Neubau einer Gasdruckregel- und Messstation und die Anbindung dieser Station an das bestehende Netz. Auf einer Länge von 1800 Metern entsteht zwischen Werdohl (In der Lothmecke) und Teindeln eine neue Leitungsanbindung. 

Erforderlich macht die Baumaßnahme der Netzentwicklungsplan der Bundesnetzagentur, welcher die Umstellung der Erdgasnetze vom L-Gas auf H-Gas vorsieht. Dabei steht das L für Low Caloric gas, das H für High Caloric gas, und benennt den unterschiedlich hohen Methangehalt wie Brennwert als Qualitätsmerkmal des Produktes Erdgas. Aufgrund der langfristig rückläufigen L-Gas-Reserven aus den Niederlanden wird das bestehende Erdgasnetz schrittweise bundesweit auf H-Gas umgestellt. Um diese Arbeiten an der Bundesstraße durchführen zu können, sei eine Vollsperrung unvermeidlich, unterstrich Westnetz-Sprecher Lange: „Die Sicherheit geht vor.“ 

Verzögerungen im Sommer

Ursprünglich hatte das Unternehmen mit der Baumaßnahme schon vor den Sommerferien, im Juni, beginnen wollen. Das hätte eine Sperrung der B 236 bis Mitte Oktober zur Folge gehabt. Tatsächlich wurde dann erst Mitte Juli mit den Arbeiten begonnen, die nun auch entsprechend später abgeschlossen sein sollen.

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