Gartenabfälle haben im Wald nichts zu suchen

Neben dem Grünabfallplatz am Riesei und dem Bringhof besteht in Werdohl die Möglichkeit, Rasenschnitt und Sträucherreste in den Containern in Pungelscheid und Eveking zu entsorgen.

WERDOHL ▪ 430 Tonnen Grünabfall: Das entspricht ungerechnet einem Gewicht von 360 Autos der Marke VW Golf – karrten die Werdohler im vergangenen Jahr zu den beiden Grünabfallcontainern in Ütterlingsen und Eveking sowie zum Grünabfallplatz am Riesei. Das erklärte die Leiterin des Werdohler Ordnungsamtes Andrea Mentzel gestern auf Anfrage unserer Zeitung.

Die ersten Sonnenstrahlen lockten die Hobbygärtner, bewaffnet mit Handschuhen, Harke und Spaten in die Beete. Pünktlich zu Beginn der Gartensaison hat auch der Grünabfallplatz am Riesei wieder geöffnet. Montags und mittwochs – von 16 bis 19 Uhr – und samstags von 12 bis 18 Uhr haben die Bürger nun wieder die Möglichkeit, Laub, Gras, Hecken-, Busch- und Baumschnitt sowie Reisig und Wurzelholz dort abzugeben. Ein städtischer Mitarbeiter helfe älteren Mitbürgern beim Ausladen.

Die Abfälle aus dem heimischen Garten müssen so zerkleinert sein, dass sie problemlos in die vorgesehenen Behälter passen, wie der Zweckverband für Abfallbeseitigung (ZfA) mitteilt. Zudem dürften Strauchteile und Co. nur lose und nicht in Papier- oder Plastiksäcken eingefüllt werden.

Der Zweckverband weist darauf hin, dass keine Säcke oder loser Grünabfall neben den vollen Containern in Eveking und Ütterlingsen abgelagert werden dürfe. Auch sollten die Behälter nicht überfüllt werden. „Voll ist voll“, erklärt Andrea Mentzel von der Stadt Werdohl und weist darauf hin, dass die Reinigung der Containerstandorte auf die Abfallgebühren umgeschlagen werde und somit alle Werdohler zur Kasse gebeten würden.

Neben den Containern in Eveking und Ütterlingsen sowie dem Grünmüllplatz am Riesei bestehe ferner die Möglichkeit – so Mentzel – Grünabfälle am Bringhof in der Gildestraße abzugeben, allerdings nur in haushaltsüblichen Mengen.

Der Zweckverband für Abfallbeseitigung weist in seiner Mitteilung nochmals darauf hin, dass das Entsorgen von Grünabfällen im Wald, an Böschungen, Straßengräben und Wiesen verboten ist.

„Abgesehen davon, dass die Landschaft verunstaltet wird, verdrängen die Abfälle wildlebende Pflanzen und überdüngen den Boden“, schreiben die Experten. Darüber hinaus bestehe die Gefahr, dass nicht heimische Pflanzen, wie beispielsweise der Riesenbärenklau so in die Natur eingebracht würden, sich unkontrolliert verbreiten und so großen Schaden anrichten könnten. Die in der Natur abgeladenen Abfälle müssten eingesammelt und fachgerecht entsorgt werden. Dadurch werde die Allgemeinheit über die Abfallgebühren mit zusätzlichen Kosten belastet, heißt es weiter. Bürger, die Zeugen einer solchen Ordnungswidrigkeit werden, sollten sich deshalb nicht scheuen, die Stadtverwaltung zu informieren.

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