„Futter“ für die Kinder

Mit Hilfe der Maus lernen die Funkenburg-Kinder erste englische Begriffe.

WERDOHL ▪ Natürlich findet in der städtischen Kindertageseinrichtung Funkenburg eine intensive Sprachförderung für Mädchen und Jungen statt, die Deutsch als zweite Sprache erlernen oder aber Unterstützung wegen einer verzögerten Sprachentwicklung haben müssen. Aber das Leitungsteam ist inzwischen noch einen Schritt weiter gegangen: Es wird auch Englisch angeboten.

Nach den Inhalten des pädagogischen Leitbildes der Tagesstätte – wonach allen Kindern eine individuelle Förderung und Forderung zukommen soll – bieten Silke Wiederspahn-Hopmann und ihre Kolleginnen Kindern drei Mal in der Woche den Kontakt mit der englischen Sprache an. Gedacht ist das für Mädchen und Jungen, „die sprachlich gut aufgestellt und entwickelt sind“, wie die Leiterin es formuliert – sozusagen „Futter“ für all jene, die eine wie eingangs angesprochene Förderung nicht benötigen.

„Und das“, so die Erfahrung, „kommt bei den Kindern gut an“. Gearbeitet wird mit dem Programm „Mo Mouse“. Es stellt eine Ergänzung zur allgemeinen alltagsintegrierten Sprachförderung dar und ist gekennzeichnet durch das Experimentieren und Ausprobieren einer anderen Sprache – frei nach dem Motto: Kommst du in diesem Raum herein, so soll dein Gruß „Good Morning“ sein.

Hier wird nicht Englisch „gebüffelt“, sondern auf unterschiedliche Weise spielerisch und mit Spaß unter Einbindung einer niedlichen Stoffmaus erfahren. Dabei rücken auch englische Reime oder Lieder ins Blickfeld.

„Mo Mouse“ erklärt den Kindern, wie man sich auf Englisch begrüßt oder verabschiedet, und wie man seinen Namen nennt. Mit Unterstützung von Arbeitsblättern werden zum Beispiel Körperteile auf Englisch benannt.

Später geht es auch um Kleidungsstücke, die mit den Kindern und der Maus gemeinsam gekauft werden, „denn Mo möchte so gekleidet sein wie sie“, so erfahren die Mädchen und Jungen auf der Funkenburg. Auch auf Farben, Zahlen und Tiere wird im weiteren Verlauf eingegangen. Dann ist die Kuh eben eine Cow und der Vogel ein Bird.

Das alles geschieht ohne Druck und Zwang; auf freiwilliger Basis. „Die Kinder müssen nicht perfekt Englisch sprechen lernen“, beschwichtigt Silke Wiederspahn-Hopmann eventuelle Skeptiker. Ziel sei es, ihnen die Sprachmelodie, den Wortrhythmus und Laute vertraut zu machen.

Der Effekt: Mit dem Wechsel in die Schule treffen sie nicht auf etwas Unbekanntes, „sondern können schon auf ihre Kindergarten-Erfahrungen aufbauen“.

Rainer Kanbach

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