Loslösung von TuS und DJK

Eigenständigkeit der FSV ist perfekt - Führungsteam der besonderen Art

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Die Beteiligten (v.l.) Simon Felbick, Gert Scheumann, Reinhard Thöne, Dirk Hartig und Winfried Pickler.

Werdohl – Die Loslösung ist perfekt: Die FSV wird künftig als eigener Verein arbeiten - mit einem besonderen System an der Spitze.

Mit 37 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen hat sich die Fußballspielvereinigung Werdohl (FSV) eine neue, moderne Satzung gegeben. Den Augenblick der Abstimmung dürften die meisten Mitglieder wohl als historisch empfinden, denn sie bedeutete auch die Loslösung von den früheren Trägervereinen TuS Jahn und DJK TuS Westfalia

Wichtiger noch war die Ausrichtung der neuen FSV auf künftig vier gleichberechtigte Vorstände. Das geschah aus reiner Personalnot, wie Noch-Geschäftsführer Gert Scheumann auf Nachfrage eines Vereinsmitglieds ohne Umschweife einräumte.

Für sechs Ämter fehlt Personal

In einem früheren Satzungsentwurf sei noch die Rede von sechs Vorständen gewesen. Warum es jetzt nur noch vier seien, wurde gefragt. Scheumann: „Wir haben keine sechs Personen, die das machen wollen. Gerne hätten wir den Vorstand breiter aufgestellt.“ 

Bis zum 7. Mai müsse alles unter Dach und Fach sein, so erläuterte es Scheumann den Fußballern. Bei dieser regulären Jahreshauptversammlung würden zunächst die vier neuen Vorstände gewählt, danach gebe sich dieser Vorstand eine neue Geschäftsordnung. 

"Posten sind sekundär"

Diese Ordnung sei so gut wie fertig und lege Aufgaben fest, die den vier Vorständen Sport, Geschäftsführung, Finanzen und Jugend zugeordnet seien. Für diese Aufgaben sollen im Mai Personen gewählt werden. Scheumann erklärte es so: „Posten sind sekundär, wichtig ist, dass Aufgaben verteilt werden.“ 

Der Vorstand Sport bekomme weitere Personen zugeordnet, die Aufgaben wie die sportliche Leitung, die Leitung des Trainingsbetriebs oder die Koordination übernähmen. Ebenso würden dem Vorstand Finanzen Aufgaben zugeordnet, die von mehreren Personen ausgefüllt werden müssten: Sponsoring, Vermarktung und Buchführung möglicherweise. 

Mehr Personen für weniger Belastung

Scheumann führte beispielhaft an, dass es ein eigenes Vorstandsamt für den Bereich Marketing gegeben habe. Die Praxis aber habe gezeigt, dass das ein „Papiertiger“ gewesen sei. Ziel ist es, mehr Personen mit weniger Belastung des Einzelnen für die Vorstandsarbeit zu gewinnen. 

Lediglich der künftige Vorstand Jugend gelte als gesetzt, weil er von der Jugendversammlung, die vor der Jahreshauptversammlung stattfindet, gewählt wird. Keiner der vier Vorstände nehme die Rolle des klassischen Vorsitzenden ein, immer zwei Vorstände verträten den Verein juristisch nach außen, betonte Scheumann. 

Die Frage, wie bei einer Pattsituation von zwei zu zwei Vorständen entschieden werde, konnte nicht beantwortet werden. 

Vorstand wird nicht bezahlt

Eine mögliche Fehlinterpretation des Satzungsentwurfs wurde erst vor Kurzem beseitigt: Die vier Vorstände werden laut Satzung ehrenamtlich und unbezahlt arbeiten. Der aktuell 3. Vorsitzende Reinhard „Gustav“ Thöne stellte unmissverständlich klar: „Es wird bei der FSV definitiv keine bezahlten Vorstände geben.“ 

Weiterhin möglich sei es, Entschädigungen für sächlichen Aufwand zu bezahlen. Welcher Aufwandersatz erlaubt ist und welcher nicht, sei klar geregelt. Neu in der Satzung festgelegt ist, dass in Zukunft Dritte beauftragt werden können, gegen Entgelt für den Vorstand zu arbeiten. Scheumann nannte hier die Beratung bei steuerlichen Fragen und die Arbeit eines Platzwartes. 

Beiträge noch nicht bekannt

Bezahlt werden könne stets nur im Rahmen verfügbarer Mittel, bekräftigte Berater Winfried Pickler. Die FSV mache keine Schulden, postulierte Gert Scheumann. Die Frage eines Mitglieds, wie sich die Beiträge entwickeln würden, konnte nicht beantwortet werden. 2019 sei bereits abgewickelt, 2020 völlig offen.

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