Furioses Comeback der General Lee Band

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Der „General“ und die sechs anderen Musiker der General Lee Band spielten Musik der amerikanischen Südstaaten.

Werdohl - Genug von „Stiller Nacht, heiliger Nacht“ hatten die Besucher am Abend des 2. Weihnachtsfeiertages im Alt Werdohl. Es wurde laut, teilweise sehr laut sogar, was mit den Erwartungen ein Stück weit übereinstimmte: „Randale!“, forderte ein Besucher auf halber Strecke.

Musikalisch ging es mit Rock und Blues in die Südstaaten der USA. Heimathafen der General Lee Band ist jedoch Plettenberg, wo die Musiker aus Werdohl, Plettenberg, Neuenrade, Finnentrop, Hemer und Dortmund 2014 – nach langer Pause – in einem Studio anlegten. 1998 hatte „The General“ das Handtuch geworfen. Hintergrund waren Querelen um die Rechte am Bandnamen gewesen.

Doch all das war nun Geschichte, der Name „General Lee Band“ wieder in den Händen der heimischen Musiker, die eine neue CD vorlegten: „Rebel by Choice“. Im Alt Werdohl war also der Live-Auftritt zur „Bloody Reunion“ („Blutige Wiedervereinigung“) zu erleben, wie die Band selber ihr Wiederauftauchen aus der kreativen Groß-Pause nannte. Das Interesse beim Publikum war groß: „Ausverkauft“ verkündete ein Schild an der Tür unmissverständlich.

Und drinnen ging die Post ab: Mit kraftvollem Südstaaten-Rock, einem singenden „General“, den beiden Gitarristen Mr. „Fastfinger B. Ghost“ und Mr. „Vee Dee“, die sich kunstvolle Saiten-Duelle lieferten, Sängerin Lady B., die immer mal wieder zu einem Teil der Rhythmus-Gruppe wurde, Bassist „Cel Rust“, Schlagzeuger „Freebird“ Falke und Keyboarder „Dany the wiZard“.

Die Sieben spielten sich vor allem durch die Musik der amerikanischen Südstaaten, wobei der Schwerpunkt sehr rockig und vielfach sehr laut ausfiel. Doch es gab auch jene etwas ruhigeren Momente, in denen eine Perle wie „Dreams“ von den Allman Brothers zu erleben war. Und auch die Zugaben hatten es in sich: Der „General“ zelebrierte etwa mit seiner Truppe den „Stormy Monday Blues“ mit jener Ruhe, die es braucht, um diese Gemütslage wirken zu lassen. Es war spät am Abend und der 2. Weihnachtsfeiertag war fast vorbei, als die General Lee Band ihr Publikum in die eiskalte Nacht entließ. - Von Thomas Krumm

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