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Für 1,6 Millionen Euro: Diese Aufträge hat die Stadt Werdohl vergeben

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Von: Volker Heyn

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Ein Arbeiter demonstriert, wie ein Kanalschacht im so genannten TIP-Verfahren saniert wird. Dabei werden Kurzrohre oder verschweißte Rohrstränge aus Kunststoff eng am Altrohr anliegend („Tight In Pipe“) in den alten Kanal eingebaut.
Ein Arbeiter demonstriert, wie ein Kanalschacht im so genannten TIP-Verfahren saniert wird. Dabei werden Kurzrohre oder verschweißte Rohrstränge aus Kunststoff eng am Altrohr anliegend („Tight In Pipe“) in den alten Kanal eingebaut. © Daniel Naupold

Der Vergabeausschuss der Stadt Werdohl hat am Donnerstag finanzielle Mittel in Höhe von 1,59 Millionen Euro freigegeben. Man könne die Runde scherzhaft auch „Tiefbau Spezial“ nennen, meint der bei der Stadt für die Vergaben zuständige Florian Bock.

Der größte Teil der freigegebenen Mittel fließt tatsächlich in Investitionen und Projekte im Bereich der städtischen Tiefbauabteilung.

Der allerdickste Batzen der knapp 1,6 Millionen Euro Auftagsvolumen geht an die Firma Alfes und Sohn in Wenden. Das Unternehmen hat sich auf die Sanierung von Kanälen mit dem sogenannten TIP-Verfahren („Tight In Pipe“, auf Deutsch „enganliegend in der Röhre“) spezialisiert. 900 000 Euro wert ist der Auftrag, den die Firma zugeschlagen bekommen hat. Defekte Kanäle im gesamten Stadtgebiet sind von dieser Sanierungsmaßnahme betroffen. Der Vorteil dieses Verfahrens ist, dass keine Gruben mehr in Straßen oder Bürgersteigen geöffnet werden müssen. Das Verfahren schone die Umwelt sowie die Lebensqualität jedes Einzelnen, schreibt das Unternehmen auf seiner Internetseite.

In zusammengefassten Aufträgen für herkömmliche Kanalbauarbeiten haben zwei Firmen Aufträge bekommen. Alle Arbeiten verteilen sich über das ganze Stadtgebiet und können je nach Bedarf bis Ende 2023 ausgeführt werden. Dabei wird nach der Einbautiefe (Sohl) unterschieden. Die kleineren Maßnahmen bis zu einer Sohltiefe von 1,75 Meter darf die Firma Ossenberg aus Neuenrade übernehmen, sie bekommt dafür insgesamt 170 000 Euro. Über die Kanalbauarbeiten in einer Sohltiefe zwischen 1,75 und 4 Metern bekommt die Firma Manfred Rode aus Plettenberg einen Rahmenvertrag im Auftragswert von 187 000 Euro.

Rahmenvertrag für Sachachtdeckelsanierung

58 000 Euro Auftragswert hat eine Vergabe an die Wedohler Tiefbaufirma Weinbrenner. Sie hat einen Rahmenvertrag für eine Schachtdeckelsanierung bekommen. Auch das sind viele Einzelmaßnahmen, die bis Ende 2023 abgearbeitet werden können.

Ebenfalls mehrere Einzelmaßnahmen sind in den 48 000 Euro enthalten, die die Firma Umwelttechnik Kanal Drabe aus Bochum bekommen wird. Sie übernimmt Kanaluntersuchungen gemäß der Selbstüberwachungsverordnung.

Für 227.000 Euro: Fenstersanierung im Rathaus

Wirklich nichts mit dem Tiefbau in der Erde zu tun hat die Vergabe eines Auftrags in Höhe von 227 000 Euro an die Bad Lippspringer Firma Bau und Denkmal Philipp Nüthen. Das Unternehmen wird den zweiten Teil der denkmalgerechten Fenstersanierung im Altbau des Rathauses übernehmen.

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