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Gesamtschule mit Wunschbaum-Aktion

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Von: Volker Griese

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Den Wunschbaum im Foyer der Gesamtschule haben die Schulpflegschaftsvorsitzende Olivia Schürmann (hinten) und Lehrerin Marie-Luise Trippe (vorne) schon geschmückt.
Den Wunschbaum im Foyer der Gesamtschule haben die Schulpflegschaftsvorsitzende Olivia Schürmann (hinten) und Lehrerin Marie-Luise Trippe (vorne) schon geschmückt. © Griese

Zum zweiten Mal führt die Albert-Einstein-Gesamtschule Werdohl (AEG) ihre Aktion Wunschbaum durch.

Werdohl – Wieder können Menschen mit einem großen Herzen Kindern aus bedürftigen Familien einen Weihnachtswunsch erfüllen. Schon jetzt ist klar: Die Resonanz ist deutlich größer als bei der Premiere im vergangenen Jahr.

Die „Spielregeln“ bei dieser Aktion der Nächstenliebe sind einfach: Werdohler Grund- und Gesamtschüler, die aus weniger betuchten Familien stammen, aber auch Kinder aus Flüchtlingsfamilien konnten Weihnachtswünsche äußern, und gebefreudige Menschen können ihnen diese Wünsche erfüllen. Wer Wünsche erfüllen möchte, kann sich online oder telefonisch melden, außerdem gibt es Gelegenheit dazu beim Weihnachtsbasar der AEG am Freitag, 2. Dezember, zwischen 14 und 18 Uhr.

Wünsche fallen häufig bescheiden aus

Doch was wünschen sich denn die Werdohler Kinder, in deren Familien mehr auf Sparsamkeit geachtet werden muss als in anderen? „Die Wünsche der Kinder fallen häufig bescheiden aus“, sagt Lehrerin Marie-Luise Trippe, bei der die Fäden zusammenlaufen. Kleidung, Material zum Malen, auch einmal ein Lederfußball oder ein XXL-Teddybär hätten auf den Zetteln gestanden, die bei ihr eingegangen sind. Oft sei Spielzeug von Lego genannt worden, verrät sie noch. Andere Wünsche seien ein wenig anspruchsvoller, beispielsweise ein Skateboard, Fußballschuhe oder ein ferngesteuertes Auto.

90 Kinder haben Weihnachtswünsche aufgeschrieben

Insgesamt rund 90 Kinder haben ihre Weihnachtswünsche aufgeschrieben, das sind etwa doppelt so viele wie bei der ersten Aktion im vergangenen Jahr. Das könnte daran liegen, dass sich der Erfolg der Premiere herumgesprochen hat. Marie-Luise Trippe hat aber noch eine andere Theorie: „Wahrscheinlich sind jetzt noch viel mehr Familien betroffen“, sagt sie und denkt dabei an die Belastungen durch gestiegene Lebenshaltungskosten und den Flüchtlingszustrom durch den Ukraine-Krieg.

Silberne und goldene Sterne zum mitnehmen

Alle Wünsche hat Trippe auf numerierte goldene und silberne Sterne geschrieben, die demnächst den Weihnachtsbaum im Foyer der Gesamtschule schmücken werden. Wer die Aktion, dier dank eines ausgeklügelten Systems vollkommen anonymisiert abläuft, unterstützen und einem Kind zu Weihnachten einen Wunsch erfüllen möchte, kann beim Adventsbasar der AEG am 2. Dezember einen dieser Sterne vom Baum nehmen und das gewünschte Geschenk besorgen.

Beteiligung auch per Internet möglich

Aber auch über das Internet ist eine Beteiligung möglich. Auf der Homepage der Schule wird sich ab Mittwoch, 23. November, ein Link finden, über den ein Wunsch oder gleich mehrere erfüllt werden können. Wem das zu kompliziert ist, der kann sich auch noch telefonisch beteiligen: Marie-Luise Trippe ist unter Tel. 0 23 92/91 97 33 erreichbar oder ruft anhand der Anruferliste zurück, wenn sie einmal nicht ans Telefon gehen konnte. Darüber hinaus können sich Interessierte, die die Weihnachtsbescherung in finanziell schwächer gestellten Familien bereichern wollen, zwischen dem 28. November und dem 9. Dezember montags und donnerstags zwischen 12.15 und 13.15 Uhr im Sekretariat der AEG melden.

Geschenke müssen bis 16. Dezember in der Schule sein

Auf jeden Fall müssen die Geschenke bis Mitte Dezember besorgt werden, denn sie müssen zwischen dem 12. und dem 16. Dezember in der AEG abgegeben werden. Anschließend werden sie den Kindern zugeordnet, damit sie auch pünktlich am 24. Dezember unter dem Weihnachtsbaum liegen.

Kein Kind soll leer ausgehen

Leer soll übrigens kein Kind ausgehen. Es stünden Mittel zur Verfügung, um den einen oder anderen Wunsch zu erfüllen, für den sich kein Sponsor gefunden habe, versichern Marie-Luise Trippe und die Schulpfegschaftsvorsitzende Olivia Schürmann, die die Wunschbaum-Aktion langfristig aufbauen möchte.

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