Bunter Melodienstrauß

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Der Gemischte Chor Werdohl und die Männerchöre aus Werdohl und Ohle standen gegen Ende des Gemeinschaftskonzertes auch gemeinsam auf der Bühne des Festsaals.

Werdohl - Drei Chöre, ein Zupforchester und die Zauberlehrlinge aus den Streicherklassen der Musikschule Lennetal – das 40. Gemeinschaftskonzert der Werdohler Musik- und Gesangvereine hatte einiges zu bieten am Samstagnachmittag. Der Kulturverein Werdohl heute hatte unter der Devise „Lasst uns musizieren und fröhlich sein“ dazu eingeladen, und es kamen neben den vielen Beteiligten und deren familiärem Anhang auch einige Besucher in den Festsaal Riesei, um den bunten Strauß von Melodien in Empfang zu nehmen.

Mit dem ausdrucksstarken „Lied des Japanischen Herbstes“ von Yasuo Kuwahara eröffnete das Märkische Zupforchester unter der Leitung von Kirsten Amrhein den bunten Reigen. Die meditative bis leicht stürmische Komposition war etwas aus der Zeit gefallen, passte aber gut zu den jüngsten Frühjahrsstürmen.

Freude machte auch die flotte „Danza Cubana“ von Dominik Hackner – zeitgenössische Musik, die gleichwohl sehr eingängig war. Davon hätte man gerne auch noch mehr gehört.

Die Zauberlehrlinge, der Streichernachwuchs der Musikschule Lennetal, erinnerten anschließend mit einem „Menuett“ an Georg Philipp Telemann, dessen Todestag sich in diesem Jahr zum 250. Mal jährt.

„So ähnlich, aber nicht ganz so gut wie Mozart und Haydn“ beschrieb Moderator Sebastian Hoffmann den Komponisten Peter von Winter, dessen „Divertimento“ die jungen Streicherinnen vor dem abschließenden „Wintervertreibungstanz“ spielten.

Die Mütter der Musikerinnen hatten zur Unterstützung der nächsten Probenfreizeit Kuchen gebacken, der das Publikum in der Pause erfreute. Da wäre Hoffmanns „Drohung“ gar nicht nötig gewesen, der vorab verkündet hatte: „Bevor der Kuchen nicht aufgegessen ist, geht es nicht weiter.“ Doch natürlich ging es weiter.

Und zwar mit dem Shanty-Chor Werdohl, der einen blutjungen Steuermann an einem Steuerrad mitgebracht hatte, das ihn noch überragte. „Diese Herren wollen nicht segeln, nur singen“, kündigte der Moderator den Chor an.

Beim Auftritt des Shanty-Chores kam Stimmung auf: Die Männer schmetterten aus voller Brust klassische Seemannslieder und sorgten auch selbst für die instrumentale Begleitung.

Neben den Klassikern „Auf großer Fahrt“ und „O Bootsmann, Bootsmann“ widmeten sich die singenden Freunde der Seemannslieder den Frauen: Auf „Goodnight, Ladies“ folgte eine hartnäckig wiederholte These, die nachdenklich stimmte: „Keine Frau ist so schön wie die Freiheit“. Da kam Stimmung auf.

„Marina“, die Frau mit dem Hafen im Namen besangen anschließend die Männerchöre aus Werdohl und Ohle unter der Leitung von Astrid Höller-Hewitt in drei Varianten.

Die „Maienfahrt“ und die Sauerlandpolka sangen die Männer gemeinsam mit dem Gemischten Chor Werdohl. Der hatte zuvor das flotte „Lollipop“ und Frank Sinatras „My Way“ gesungen, das eigentlich aus der Feder von drei Franzosen stammt.

Beim finalen „Kein schöner Land“, der inbrünstigen Hymne an das Sauerland aus der Feder von Anton Wilhelm von Zuccalmaglio, sang schließlich auch das Publikum kraftvoll mit, das sich zuvor ja hinreichend dafür gestärkt hatte.

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