Fuel-Saver überzeugt nicht alle Autofahrer

Friedrich Wilhelm Braun aus Werdohl ist vom Fuel-Saver überzeugt.

WERDOHL - Wundergerät, Glaubensfrage oder gar Betrug? Über den Nutzen des durch ein Werdohler Unternehmen vertriebenen BE-Fuel-Saver streiten sich die Geister.

„Das Zeitalter der neuen Energien hat bereits angefangen und wir können Ihnen die freudige Mitteilung machen, dass Sie bei uns einen Edelstahlstift erwerben können, der als Schwingungsträger den Treibstoff ihres Kfz, bzw. das Öl oder Gas ihrer Heizung so vorbehandelt, dass eine saubere und optimale Verbrennung erfolgt.“ So heißt es in einem Prospekt der GB Handelsagentur GbR, das jetzt an die Werdohler Haushalte verteilt wurde. Inhaber der Handelsagentur, die den sogenannten BE-Fuel-Saver vertreiben, sind der Werdohler Friedrich Wilhelm Braun und die Neuenraderin Bettina Griesenbruch.

In dem Flyer heißt es, durch den Edelstahlstift, der als „bio-energetischer Schwingungsträger“ beschrieben wird, könnten Autofahrer durchschnittlich zehn Prozent Sprit einsparen. Zudem sei eine Schadstoffreduzierung von bis zu 90 Prozent möglich. Die Stifte werden nicht nur für Autos, Öl-, Gas- und Holzheizungen, sondern auch für Lastwagen, Busse, Motorräder, Rasenmäher und beispielsweise Motorsägen angeboten. Der BE-Fuelsaver kostet für eine Auto bis 90 PS 79,90 Euro, das Produkt für einen Wagen bis etwa 150 PS wird zum Preis von 199 Euro angeboten.

Der Werdohler Dr. Arnim Baitz zweifelt die Wirkung des BE-Fuel-Savers an. Der Diplom-Chemiker schreibt: „Der BE-Fuel-Saver ist, wie mir als Naturwissenschaftler sofort klar war, nach der gegebenen Beschreibung absoluter Humbug.“ Dr. Baitz verweist unter anderem auf den österreichischen Automobilclub (ÖAMTC), der den Stift gemeinsam mit der TU Wien zwei ausführlichen Tests unterzogen hat. Hintergrund: Der Stift wurde in Österreich entwickelt. Fazit der ÖAMTC-Tests: „Der Fuel-Saver führt weder am Rollenprüfstand noch auf der Straße zu messbaren Verbrauchsreduktionen.“

Diesem Ergebnis wiederspricht Friedrich Wilhelm Braun energisch: „Es gibt weltbekannte Firmen in Österreich, die den BE-Fuel-Saver sehr erfolgreich anwenden.“ Er selbst erziele an seinem Fahrzeug eine Spritkostenersparnis von 20 Prozent. „Ich will niemanden etwas aufdrängen und verkaufe das Produkt aus der Überzeugung heraus, dass ich so etwas für unsere Umwelt tun kann“, betont Braun. Der Werdohler verweist zudem auf die Internetseite des österreichischen Produkt-Herstellers New Generation Bio. „Dort sind diverse Expertisen zu lesen, die eine Schadstoffreduzierung von bis zu 90 Prozent belegen“, sagt er. Zudem würden bis zu 90 Tage Rückgaberecht gewährt. Braun: „Jeder kann den BE-Fuel-Saver also ohne Risiko testen.“

Die GB Handelsagentur bietet neben den BE-Fuel-Saver noch weitere Produkte an: Unter anderem einen Baumrettungs-Stab, einen Trockene-Erde-Stab sowie eine bioenergetische Schuheinlage gegen Schweißfüße.

Von Carla Witt

http://gbhandelsagentur.beepworld.de

http://www.n-g.at

http://www.oeamtc.at

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