Führungswechsel in der Löschgruppe Brüninghaus

Stadtbrandinspektor Manfred Theile (r.) und Stellvertreter Heinrich Dittmann (lks.) übergaben die Urkunden zum Führungswechsel in der Löschgruppe Brüninghaus: Sascha Gerhardt (2.v.r.) und Kai Spielmann (2.v.lks.) lösen Hans-Friedrich Rentrop ab.

WERDOHL ▪ Offiziell verabschiedet wird Hauptbrandmeister Hans-Friedrich Rentrop erst auf dem Kameradschaftsabend, sein Nachfolger wurde jedoch schon am Samstag ernannt: Sascha Gerhardt, gleichzeitig zum Oberbrandmeister befördert, wird zukünftig die Löschgruppe Brüninghaus führen.

Mit zwölf Aktiven ist die Löschgruppe die kleinste Einheit der Werdohler Feuerwehr. „Ohne sie geht es aber nicht“, betonte Stadtbrandinspektor Manfred Theile die Bedeutung der ehemaligen Krupp-Werkfeuerwehr. Rentrop habe maßgeblich an der Übernahme in die öffentliche Feuerwehr mitgewirkt. Auch dafür dankte Theile ihm ausdrücklich. Zukünftig wird Rentrop die elfköpfige Alters- und Ehrenabteilung der Löschgruppe verstärken.

Die Unentbehrlichkeit der Brüninghauser Feuerwehrmänner und einer Feuerwehrfrau zeigte sich an den Zahlen, die Gerhardt auf der Jahresdienstbesprechung auflistete. 44 Einsätze vermeldete der neue Löschgruppenführer für das Jahr 2011, darunter 25 Alarmierungen zu Brandeinsätzen und 19 Hilfeleistungen. Ein Gebäudebrand, zwei Industriebrände, zwei Waldbrände und ein brennender Pkw wurden unter anderem verzeichnet. Sieben Mal alamierten Brandmeldeanlagen. Die Hilfeleistung der Brüninghauser war unter anderem bei auslaufendem Kraftstoff, einem ABC-Einsatz, drei Gewässerverunreinigungen, zwei Sturmschäden, einer Tierrettung und neun Personen in Notlage gefordert. Fünf Einsätze weniger als 2010 mussten die ehrenamtlichen Feuerwehrleute damit leisten, brachten dafür aber mit 46,17 Stunden etwas mehr Zeit auf.

Sechs Mitglieder der Löschgruppe nahmen an mehr als 220 Stunden ihrer Freizeit an verschiedenen Lehrgängen und Fortbildungen auf Kreisebene teil, allen voran Kai Spielmann, der am Samstag zum stellvertretenden Löschgruppenführer ernannt wurde. Er verpasste wie auch Daniel Schwarz keine der zwölf Übungen. Sascha Gerhardt und Sara De Maio fehlten jeweils einmal. Dafür gab es von Kassierer Peter Brandt eine Auszeichnung.

Die 44 Einsätze der Löschgruppe führte auch Manfred Theile im Jahresbericht der Gesamtwehr auf. 104 Feuerwehrkräfte sorgen in Werdohl für Sicherheit. Zu 230 Einsätzen, 23 weniger als im Vorjahr, mussten sie ausrücken, darunter 123 Brandeinsätze und 107 Hilfeleistungen. Auch in der Gesamtbilanz zeigte sich, dass die Dauer der Einsätze sich auf über eine Stunde erhöht hat. Das summierte sich zu 240,20 Einsatzstunden. Zusammen mit den Übungen und Lehrgängen investieren die Feuerwehrleute viel Freizeit in ihren Dienst für die Bevölkerung, lobte Theile.

Er hofft, dass noch mehr Kameraden für den Dienst gewonnen werden können. Einige Aufnahmen stünden bevor, aber, so der Stadtbrandinspektor: „Vor uns liegt ein weiter steiniger Weg.“

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