Frühjahrsputz am Riesei

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Im Inneren der Spezialmaschine, mit der der Kunstrasen gereinigt wird, sammelt sich nicht nur grober Schmutz. Auch die Fasern des Kunstrasenflors, die nicht mehr fest sitzen, werden bei der Reinigung entfernt.

Werdohl - Gute Nachrichten für die Werdohler Fußballer: Der Kunstrasenplatz am Riesei ist ab Dienstag wieder für den Spielbetrieb freigegeben.

Die Scherben, die Unbekannte an den Pfingstfeiertagen auf dem Spielfeld verteilt hatten, sind am Montag mit einer speziellen Reinigungsmaschine entfernt worden.

„Vier bis fünf Stunden ist die Maschine jetzt im Einsatz. Danach ist die Grundreinigung beendet“, sagte Uli Betten, der bei der Stadt Werdohl für die Sportstätten zuständig ist. Betten war erfreut, dass das Wetter gestern mitgespielte: „Die Reinigung ist nur möglich, wenn der Rasen absolut trocken ist.“

Die Spezialmaschine, die in Kooperation mit der Stadt Plettenberg normalerweise während der Ferien einmal jährlich am Riesei genutzt wird, funktioniert im ersten Schritt wie eine Art Staubsauger: Sie nimmt das Granulat, das als Füllmaterial dient, aus dem Rasenflor auf. Durch eine Art Sieb wird es von groben Verunreinigungen – unter anderem auch den Scherben – befreit. Auch Kunstrasenteilchen, die sich im Laufe der Zeit abgelöst haben, bleiben im Sieb hängen, bevor das Granulat zurückgepustet und der Rasenflor aufgerichtet wird.

Nicht nur die regelmäßige Reinigung sei wichtig, um den Kunstrasenplatz möglichst viele Jahre nutzen zu können, erklärte Betten: „Wir schneiden hier rundherum regelmäßig die Büsche zurück, denn wenn Laub auf dem Platz liegen bleibt und verrottet bekommt ihm das nicht gut.“

Geradezu schädlich seien die Blätter von Nadelbäumen. „Die Nadeln verhaken sich im Flor und können selbst mit der Maschine kaum entfernt werden. Deshalb haben wir hier schon vor Jahren alle Tannen fällen lassen“, berichtete der Verwaltungsmitarbeiter.

Neben dem Kunstrasenplatz ist jetzt auch die Leichtathletikanlage wieder auf Vordermann gebracht worden, denn am Dienstag finden hier die Bundesjugendspiele der Albert-Einstein-Gesamtschule (AEG) statt. „Platzwart Detlef Gerigk hat die Sprunggrube wieder in einen einwandfreien Zustand versetzt“, freute sich Sportlehrer Tim Hellmeier.

Damit auch die Sprinter heute möglichst optimale Bedingungen vorfinden, boten Hellmeier, sein Kollege Sven Stocks und sechs Schüler, die als Sporthelfer an der Gesamtschule aktiv sind, dem Platzwart ihre Hilfe an: Während eines gemeinsamen Arbeitseinsatzes griffen sie am Freitag zu den Schaufeln, um Unebenheiten auf der Laufbahn zu beseitigen.

Am Montagvormittag waren dann alle AEG-Sporthelfer auf der Anlage aktiv, um weitere Vorbereitungen für die Bundesjugendspiele zu treffen. Detlef Gerigk war ebenfalls wieder im Einsatz: Er sorgte mit Nassfarbe für die Markierung der einzelnen Laufbahnen.

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