Frühjahrskirmes und Tag der Rettungskräfte an einem Wochenende

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Schausteller Hartmut Langhoff verspricht für die Werdohler Frühjahrskirmes attraktive Fahrgeschäfte wie beispielsweise den „Flipper“, in dem Fahrgäste in Gondeln bis in 15 Meter Höhe befördert werden.

Werdohl - Der Tag der Rettungskräfte und die Frühjahrskirmes finden am bevorstehenden Wochenende statt. Es ist eine Terminkollision, die niemand wirklich gewollt hat, die aber nun von allen Beteiligten begrüßt wird.

„Wir waren zuerst da!“, betonte Swantje Midderhoff vom Stadtmarketing, aber dabei klingt sie keineswegs sauer. Dass nämlich zeitgleich zu dem von ihr und ihrem Team geplanten Tag der Rettungskräfte mit dem verkaufsoffenen Sonntag nun auch noch die Frühjahrskirmes des Werdohler Schützenvereins stattfinden wird, hält sie sogar für vorteilhaft. „Im Endeffekt haben wir doch das gleiche Publikum: Familien und junge Paare“, sagt Midderhoff, die es deshalb „eher positiv“ bewertet, dass Kirmes und Rettungskräfte-Tag gleichzeitig stattfinden und die Besucher dann zwischen den Veranstaltungsorten wechseln können. 

Dass wegen der Kirmes der Parkplatz an der Goethestraße nicht zur Verfügung stehen wird, stört sie nicht sonderlich. „Die Besucher wissen das und stellen sich darauf ein“, glaubt sie. 

Positive Rückmeldungen der Einzelhändler

Auch Andreas Schreiber, der Vorsitzende des Werdohler Schützenvereins, kann der Tatsache, dass beide Veranstaltungen gleichzeitig stattfinden, mehr Positives als Negatives abgewinnen. Geplant gewesen sei das zwar nicht, der Schützenverein habe aber inzwischen mit verschiedenen Einzelhändlern gesprochen und positive Resonanz erfahren. „Das könnte auch für beide Seiten von Vorteil sein“, glaubt auch Schreiber. 

In das gleiche Horn stößt Hartmut Langhoff, der Schausteller aus Plettenberg, der die Frühjahrskirmes mit Fahrgeschäften und Buden bestückt. „Beide Veranstaltungen werden voneinander profitieren“, ist er überzeugt. Langhoff erinnert sich an längst vergangenen Zeiten, als der Werdohler Einzelhandel auch schon während der Kirmes gute Geschäfte gemacht habe. „Wo Leute sind, kommen Leute dazu“, lautet seine Kalkulation, das Menschen die Nähe von Menschen suchen. Deshalb erwartet er für das nächste Wochenende – die Kirmes geht von Freitag bis Montag – und insbesondere den Sonntag, eine volle Innenstadt. 

"Ein Kirmesbesuch wird sich lohnen"

„Ein Kirmesbesuch wird sich allemal lohnen“, wirbt er für die Veranstaltung des Schützenvereins. Langhoff, der nach eigenen Angaben jedes Jahr in mehr als 100 Städten unterwegs ist, verspricht „eine supermoderne Kirmes“ mit attraktiven Fahrgeschäften. Beispielsweise will er den „Flipper“ nach Werdohl bringen, ein 15 Meter hohes Fahrgeschäft, in dem auf einer Karussellscheibe zwölf Gondeln montiert sind. Durch Rotation, Pendeln und stetige Hubvorgänge aus den schräg gestellten Gondelachsen werden stark unterschiedliche Beschleunigungen beziehungsweise Verzögerungen hervorgerufen, wodurch eine rasante, aber durchaus angenehme Karussellfahrt für die ganze Familie entstehen soll. Einen attraktiven Anblick soll der „Flipper“ nach Langhoffs Worten auch im Dunkeln bieten: „Der verfügt über mehr als 15 000 kleine Lämpchen“, sagt er. 

Der Plettenberger will auch noch weitere mehr oder weniger rasante Fahrgeschäfte am Lenneufer aufstellen. Ein Autoscooter gehört natürlich dazu, zudem die „Petersburger Schlittenfahrt“ und der „Fliegende Teppich“ und einiges mehr. „Außerdem werden wir eine 144 Meter lange Ladengasse haben, mit Blumenverlosung, Pfeilwerfen, gebrannten Mandeln und einigem mehr“, verspricht Langhoff.

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