Frischer Wind durchweht die Musikschule Lennetal

Martin Theile, der neue Leiter der Musikschule Lennetal, ging im Kulturausschuss auf vollzogene oder anstehende Änderungen innerhalb der Schule ein.

WERDOHL ▪ Nach der 15 Jahre währenden Ära von Stefan Köhler standen seit Sommer dieses Jahres die ersten Monate für seinen Nachfolger Martin Theile ganz im Zeichen einiger innerbetrieblicher Strukturveränderungen bei der Musikschule Lennetal.

Deren Herzstück bleibt nach wie vor das Schulgebäude an der Brüderstraße, „denn in keiner anderen Mitgliedsstadt gibt es solche räumlichen Möglichkeiten“, so Theile, dem nach seinem Vortrag von Bürgermeister Siegfried Griebsch bescheinigt wurde, er habe spürbar für frischen Wind gesorgt.

Was es mit den angesprochenen Veränderungen auf sich hat, erläuterte der neue Chefmusiker am Dienstagabend im Kulturausschuss. Danach gibt es mit Wirkung vom 1. Oktober keine Bezirksstellenleiter mehr. Eingeführt wurden fünf Fachbereichsleitungen, die nach den Worten von Martin Theile verschiedene Vorteile mit sich bringen.

Während die Fachbereiche Elementarstufe, Kooperation mit den Schulen, Streich- und Zupfinstrumente sowie Tasteninstrumente durch Joachim Kampschulte, Andrea Waesch, Sebastian Hoffmann und Irmhild Haastert personell besetzt sind, ist die Leitung im Bereich Gesang, Blas- und Schlaginstrumente noch offen. Hier bringt sich derzeit noch Martin Theile ein.

Die genannten Fachbereichsleiter sind in ihren Zuständigkeitsbereichen natürlich Ansprechpartner in jeglicher Hinsicht, wobei aber gerade Joachim Kampschulte und Andrea Waesch – was den Nachwuchs der Musikschule betrifft – als Kontaktpersonen für die Kindergärten und Schulen eine besondere Aufgabe erfüllen. Dies sicher auch, weil der Versuch angesagt ist, die Jugendarbeit zu beleben.

Im Zuge der Strukturveränderungen, so berichtete Martin Theile, wolle man Netzwerke mit allen musiktreibenden Vereinen innerhalb des Verbandsgebietes schaffen und versuchen, Kooperationen einzugehen. Die Marschrichtung soll heißen: Musikschule und Vereine stehen nicht in Konkurrenz zueinander, sondern haben im Grunde ein gemeinsames Ziel.

Im weiteren Verlauf seines Vortrages ging Musikschulleiter Martin Theile auch auf das Projekt „Jedem Kind ein Instrument“ ein, für das die Staatskanzlei Düsseldorf den Lennetalern eine Förderung von knapp 61 000 Euro bewilligt hatte. Seit den Sommerferien erhalten alle Erstklässler an sechs Grundschulen des Lennetals eine kostenlose musikalische Grundausbildung. In Werdohl sind das die Evangelische, die Katholische und die Gemeinschaftsgrundschule Kleinhammer; in Neuenrade die Burgschule. Im zweiten Jahr, so Theile, werde Instrumentalunterricht in Kleingruppen für einen Elternbeitrag von 20 Euro angeboten.

Rainer Kanbach

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