Friedhof Landwehr: Umfangreiche Arbeiten fast abgeschlossen

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Die Kolumbarienanlage an der Südseite der Friedhofskapelle bietet 84 Plätze, in denen jeweils zwei Urnen untergebracht werden können.

Werdohl – Es ist vollbracht – zwar noch nicht alles, aber zum größten Teil. Die Rede ist von den umfangreichen Maßnahmen, die seit Beginn dieses Jahres an und in der Kapelle des evangelischen Friedhofes in der Landwehr durchgeführt und nun zu einem Abschluss gebracht wurden.

„Es hat sich“, so Detlev Trester, der Geschäftsführer des Evangelischen Friedhofsverbandes Lüdenscheid-Plettenberg, „doch einiges verändert, was im Grunde längst überfällig war.“ Rund 100 000 Euro hat der Verband in die Hand genommen, um all die Arbeiten realisieren zu können. 

Dazu gehört, dass die noch in ihrem farblichen Urzustand befindliche Außenfassade der Kapelle und der Turm einen neuen, hellen Anstrich erhalten haben. Die drei Abschiedsräume im flachen Seitenbau und die Sakristei wurden neu gestaltet und erhielten unter anderem einen anthrazitfarbenen Fliesen-Fußboden. Zudem wurde im Sakristeibereich eine neue Sanitäranlage eingerichtet, und auch die Besucher-Toiletten sind auf den neuesten Stand gebracht und mit einem neuen Fußboden versehen worden. 

Eine Rampe für Rollstuhlfahrer

Die Holztüren, die Fenster der Kapelle und auch das Carport hatten es ebenfalls dringend nötig und sind neu gestrichen worden, genau wie der Innenraum der Kapelle, der erstmals wieder frische Farbe gesehen hat. Auch der Kapellenvorplatz wurde in die Sanierungs- und Erneuerungsmaßnahmen mit einbezogen. So wurde vom Freigelände zum Haupteingang der Friedhofskapelle eine Rampe angelegt, damit Rollstuhlfahrer problemlos in den rund 100 Menschen fassenden Innenraum gelangen und ihn ebenfalls ohne Schwierigkeiten wieder verlassen können. Eine Lösung mit einfachen Mitteln, an die über Jahrzehnte nicht gedacht worden war. 

Die Abschiedsräume in der Friedhofskapelle wurden neu gestaltet.

Ins Neugestaltungs-Programm war auch das Nachbargebäude einbezogen worden, in dem die Büroräume der hiesigen Friedhofsverwaltung untergebracht sind. Auch hier war ein neuer Anstrich erforderlich. Die Außenfassade des früher vom Friedhofsgärtner genutzten Hauses erhielt in dezentem Maße eine Gestaltung, die an die Grundfarben des Friedhofsverbandes Lüdenscheid-Plettenberg erinnert. 

Gebührenordnung fehlt noch

Zugleich haben auch die Pläne für die Kolumbarienanlage an der Südseite der Friedhofskapelle Gestalt angenommen. Die Wand mit ihren 84 Plätzen, in denen jeweils zwei Urnen untergebracht werden können, ist fertiggestellt. Was noch fehlt, ist die komplett neue Gestaltung der Außenanlage und vor allem aber die Gebührenordnung. 

Die ist inzwischen zwar von der Landeskirche durchgewunken worden, doch es fehlt noch das Okay der Bezirksregierung. Und auch hier ist man nach den Worten des Friedhofsverband-Geschäftsführers Detlef Trester zuversichtlich: „Wir hoffen, dass der positive Bescheid noch im Dezember eintrifft und wir dann im Kolumbarium die ersten Urnen aufnehmen können.“

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