Projekt für Fünftklässler

Freundschaftsfest in der Realschule Werdohl

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Integrationskraft Gülcan Kiraz und Klassenlehrerin Lara Hermann sprachen gestern mit den Kindern einer fünften Klasse über Unterschiede und Gemeinsamkeiten des christlichen Weihnachtsfestes und des muslimischen Opferfestes.

Werdohl – Theologisch sicher nicht hundertprozentig korrekt, aber doch in einer altersgerechten Annäherung an Inhalte christlichen und muslimischen Glaubens feierten die Fünftklässler an der Realschule Werdohl ein Freundschaftsfest.

Unter der Überschrift „Dostca – Freundschaftsfest“ hatte Integrationskraft Gülcan Kiraz auch in diesem Jahr ein Projekt für die Jungen und Mädchen in beiden fünften Klassen der Realschule angeboten. Begleitet von der jeweiligen Klassenlehrerin wurde gestern und heute während der Unterrichtszeit gefeiert. Zuerst gab es ein internationales Frühstück mit Tischgebeten. Kiraz vermittelte den Kindern, dankbar zu sein für das, was sie auf den Tisch bekommen. 

Zum eigentlichen Freundschaftsfest hatten die Kinder gemütliche Decken, Kissen und Matten mitgebracht und machten es sich im Integrationsraum von Kiraz bequem. Auf dem Boden standen ein Koran in einem hölzernen Ständer und ein Adventskranz. Kiraz fragte, was denn zu sehen sei. Ein Junge sagte, dass der Adventskranz christlich sei und die Christen in die Kirche gingen. Der Koran sei für die Türken, die Ausländer eben. 

Nur mit gewaschenen Händen

Kiraz ließ eine Bibel durch die Reihen gehen und wies auch auf den Koran in der Mitte hin. Ein Mädchen wusste es ganz genau: „Eigentlich darf man den Koran nur mit Kopftuch und gewaschenen Händen anfassen.“ Kiraz nahm das auf und sagte: „Gott ist so barmherzig, dass er uns das verzeihen wird.“ 

Auf die Frage, wer schon im Koran gelesen habe, gingen sehr viele Hände nach oben. Deutlich weniger Kinder zeigten auf, als dieselbe Frage nach der Bibel gestellt wurde. Klassenlehrerin Lara Hermann las die Weihnachtsgeschichte vor. Danach hörten sie die Geschichte vom Opferfest. Unterschiede der Feste wurden herausgestellt, Kiraz und Hermann ging es aber viel mehr darum, Gemeinsamkeiten herauszustellen. 

Gemeinsamkeiten stehen im Vordergrund

Zwei weitere Schulstunden hatten die Kinder Zeit, über das soeben Erlebte und Erfahrene zu sprechen und etwas dazu aufzuschreiben. Auch hier ging es den Frauen darum, Gemeinsamkeiten in den Vordergrund zu stellen.

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