Fresh and Funky dreht Video

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Der Rhythmus liegt den Tänzern von Fresh and Funky im Blut. Ihr größter Fan ist George Liakos (Zweiter von rechts). Er tanzt zwar nicht mit, ist aber bei sämtlichen Aktionen der Gruppe mit dabei.

WERDOHL ▪ Tanzen, tanzen, tanzen – jede freie Minute entstehen scheinbar wie aus dem Nichts in den Köpfen von Fresh and Funky neue Schrittfolgen. Der Rhythmus liegt den Tänzern im Blut. Die geschmeidigen Bewegungen sind für sie mehr als reiner Freizeitvertreib.

Mit ihrer Choreografie verleihen sie ihrer Gesinnung, ihren Gefühlen und ihrer Wertauffassung Nachdruck. Im Alltag geht die neunköpfige Formation ganz „normalen“ Berufen nach. In der Freizeit steht Fresh and Funky im Fokus. „Für uns gibt es keine andere Freizeitbeschäftigung“, sagt Ahmet Malci, der mit seinem Bruder Sahin und den beiden Brüdern Francy und Wilson Witt die Formation 2001 im Jugend- und Bürgerzentrum (JBZ) gründete.

Bodenständig sind sie geblieben – trotz ihrer Reisen im In- und Ausland sowie einiger Treppchen-Erfolge bei diversen Contests und Battles. Dass Fresh and Funky zu einer Erfolgsgeschichte werden sollte, ahnten anfangs wohl auch Stadtjugendpfleger Michael Tauscher und JBZ-Leiterin Bettina Sechtenbeck-Weinbörner nicht. Nicht nur das Jugend- und Bürgerzentrum habe dank Fresh and Funky eine positive Darstellung nach außen bekommen. „Die Tänzer sind tolle Vorbilder für unsere Kinder und Jugendlichen“, betont Michael Tauscher und: „Sie haben das Haus mit Jugendlichen voll gemacht“, ergänzt Bettina Sechtenbeck-Weinbörner.

Eine klassische Win-Win-Situation. Dabei konzentriert sich die Gruppe nicht nur auf sich selbst und ihre angestrebten Ziele. Kostenlos bietet sie seit ihrer Gründung Tanzkurse an – mittlerweile bis über die Stadtgrenzen Werdohls hinaus. Allein im Werdohler JBZ haben im Laufe der zwölfjährigen Fresh-and-Funky-Geschichte mehr als 400 Mädchen und Jungen die Hip-Hop-Angebote wahrgenommen. Zwar bilden Werdohler den Kern von Fresh and Funky – doch seit geraumer Zeit engagieren sich auch ein Lüdenscheider und ein Iserlohner für das Team. Eine Sängerin und zwei DJs kristallisierten sich aus der Gemeinschaft heraus, so dass Fresh and Funky nun anstreben, in andere Bereiche vorzustoßen. „Wir bieten jetzt auch Shows für Privat- oder Firmenfeiern an“, freuen sich Fresh and Funky bereits über die ersten Anfragen. Und damit noch nicht genug: In Kürze wollen die Tänzer ihr eigenes Video erstellen. „An der noch einzigen, gelben Telefonzelle in Werdohl“, verraten sie vorab schon einmal die Location.

Einblicke in die Arbeit von echten Videodreh-Profis bekamen Fresh and Funky in der vergangenen Woche. Ein ehemaliger Tänzer der Gruppe, der mittlerweile in Köln lebt, stellte den Kontakt zum international bekannten DJ Teddy-O aus den USA her. Der Hip-Hopper suchte eine Tanzformation für sein neues Video „no.1“.

Innerhalb von drei Stunden erstellten die kreativen Köpfe von Fresh and Funky eine Choreografie. „Wir haben die Musik gehört und hatten sofort hunderte Ideen im Kopf“, erinnert sich Ahmet Malci. Doch auch wenn das tänzerische „Handwerk“ fast schon zur Routine gehörte, war die Zusammenarbeit mit den Profis eine echte Herausforderung und ermöglichte Einblicke in eine „andere Welt“. Der Dreh in einer leerstehenden Lagerhalle in Frechen bei Köln, in der großes Equipment aufgefahren wurde und Make-up Artists die Tänzer schminkten, beeindruckten und verursachten dann doch ein kleines Kribbeln in der Magengrube. Die Aufnahme wird derzeit bearbeitet – „no.1“ soll aber in Kürze bei MTV Urban, Youtube oder Facebook zu sehen sein. ▪ sr

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