MdB Freitag sondiert Chancen für Turnhalle Eveking

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Die Schließung der Turnhalle Eveking ist für die Stadt Werdohl nach wie vor eine Option.

Werdohl -  Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag setzt sich für die Turnhalle Eveking ein. am Montag berichtete die Politikerin über ihre Bemühungen, für die Sportanlage eine Förderung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit zu erreichen.

Im Rahmen ihres Besuchs der Jubiläumsfeier zum 125-jährigen Bestehen des TuS Versetal im Juni sei sie ebenso wie der Vorsitzende der Werdohler SPD-Ratsfraktion, Wilhelm Jansen, vom Vereinsvorsitzenden Henning Meyer auf dringend notwendige Instandsetzungsmaßnahmen an der Sporthalle aufmerksam gemacht worden, erklärte Freitag.

Da die erforderlichen Maßnahmen an der Sporthalle unter anderem auch die energetische Sanierung betreffen, habe sie das Ministerium in einem Schreiben um Hinweise gebeten, ob es Möglichkeiten einer Förderung durch Bundesmittel für diese Maßnahmen in Eveking gibt. Die Antwort erhielt die SPD-Politikerin vor rund zwei Wochen, das Schreiben liegt der Redaktion vor.

Demnach sieht das Ministerium eine grundsätzliche Möglichkeit, eine Modernisierung der Sporthalle im Rahmen des neuen Investitionspaktes Soziale Integration im Quartier zu fördern, der als Bundesfinanzhilfe an die Länder gewährt werde. In NRW würden derzeit aber vorrangig solche Projekte gefördert, die einen besonderen Beitrag zur Integration leisten oder deren Projektentwicklung mit bürgerschaftlicher Beteiligung durchgeführt würden, schränkte der zuständige Staatssekretär Gunther Adler ein. Die Förderung in Höhe von 90 Prozent könne „auch außerhalb von Gebietskulissen der Städtebauförderung erfolgen“, heißt es in dem Antwortschreiben weiter. Die energetische Sanierung der Turnhalle könne im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative förderfähig sein.

„Ich habe die Antwort des Ministeriums an Bürgermeisterin Voßloh weitergeleitet. Es ist nun Aufgabe der Stadtverwaltung, zu prüfen, ob die notwendigen Maßnahmen in den Anforderungskatalog der Bundes- oder Landesförderung passen, um dann gegegbenfalls entsprechende Anträge zu stellen“, berichtete Freitag.

Der Stadtrat hatte sich im November vergangenen Jahres gegen die von der Stadtverwaltung vorgeschlagene Schließung der Turnhalle schon zum Jahresende ausgesprochen. Ganz vom Tisch ist die Aufgabe damit aber noch nicht.

Die SPD habe in ihr Wahlprogramm für die Bundestagswahl am 24. September die Forderung aufgenommen, in der neuen Wahlperiode ein mehrjähriges Investitionsprogramm für kommunale Sportstätten aufzulegen, um die Bedingungen für die Vereine und den Breitensport zu verbessern, erläutert Dagmar Freitag schließlich noch den Einsatz ihrer Partei für die Sanierung von Sportstätten. Möglich, dass sich auch daraus noch eine Chance für die Turnhalle Eveking ergibt.

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