Termin für Saisonende steht

Freibad Werdohl: Bis zu 75 Prozent weniger Badegäste

Das Freibad in Werdohl-Ütterlingsen.
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Ein typisches Bild in der Freibadsaison 2020: In den Becken auf dem Freibadgelände tummeln sich coronabedingt nur wenige Besucher.

Das Ende der Freibadsaison in Ütterlingsen ist langsam in Sicht – und die Bilanz, die Bäderchef Frank Schlutow ziehen muss, wäre in jedem normalen Jahr eine Katastrophe.

Werdohl – „Wir verzeichnen 25 bis 30 Prozent der Badegäste, die wir üblicherweise in einer Saison zählen.“ Genau Zahlen kann Schlutow noch nicht nennen, doch fest steht: „Die Corona-Krise hat auch uns enorm getroffen.“

Aus rein wirtschaftlicher Sicht sei die Freibadöffnung keineswegs ein richtiger Schritt gewesen. „Hätten wir danach entschieden, hätten wir das Bad nicht öffnen dürfen. Aber darüber waren wir uns ja im Klaren. Es ging nur darum, für die Werdohler hier vor Ort ein Angebot zu schaffen“, unterstreicht Schlutow. Coronabedingt durften maximal 250 Menschen zeitgleich auf das Gelände. Um möglichst vielen Werdohlern den Freibadbesuch zu ermöglichen, wurden täglich zwei Besuchszeitfenster angeboten. Zusätzlich durften die Frühschwimmer ihre Bahnen ziehen.

Verärgerung über Verhalten der Badegäste

„Die gesamte Organisation war mit großem Aufwand verbunden. Unsere Mitarbeiter haben sich wirklich eingesetzt“, stellt der Bäderchef fest. Umso mehr ärgert er sich über die zahlreichen Beschwerden und die Kritik einiger Badegäste, denen die Regeln im Bad nicht gepasst hätten. „Teilweise sind die Mitarbeiter persönlich beschimpft worden. Ein solches Verhalten kann ich nicht nachvollziehen. Es macht mich einfach nur traurig.“

Ein solches Verhalten kann ich nicht nachvollziehen. Es macht mich einfach nur traurig.

Frank Schlutow, Bäderchef in Werdohl

Insgesamt sieben Mitarbeiter – vier davon in Teilzeit – sind für die Bäderbetriebe im Einsatz. „An dieser Stelle sind unsere Möglichkeiten einfach ausgereizt.“ Deshalb sei die interkommunale Zusammenarbeit zunächst mit den Plettenberger Stadtwerken aus seiner Sicht der „Weg der Zukunft“. Schlutow nennt ein Beispiel: „Wir sind zu klein, um einen Betriebstechniker zu beschäftigen. Allerdings arbeiten wir mit der Stadt Plettenberg zusammen und haben das Glück, dass wir im Notfall auf einen Betriebstechniker des AquaMagis zurückgreifen können.“

Hallenbad soll Mitte September öffnen

Zurück zur Öffnungszeit des Freibades: Der letzte Badetag unter freiem Himmel könnte in Ütterlingsen der 11. September werden. „Wenn wir dann aber gerade eine Schönwetterphase haben, würden wir durchaus noch eine Woche dranhängen“, möchte Frank Schlutow sich noch nicht festlegen. Das gilt auch für die Eröffnung der Hallenbadsaison, die der Bäderchef etwa für Mitte September anpeilt.

Welche Öffnungszeiten unter Corona-Bedingungen gelten sollen, ist allerdings noch nicht klar. Auch die maximale Besucheranzahl müsse noch ermittelt werden. Fest stehe dagegen, dass das Schulschwimmen nach den Herbstferien wieder beginnen soll – falls die Corona-Pandemie diese Planungen nicht zunichte macht.

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