Freizeit: Freibad öffnet

250 Besucher zur selben Zeit

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Die Vorbereitungen sind abgeschlossen. Am Mittwoch wid das Freibad geöffnet.

Werdohl - Das Freibad in Ütterlingsen öffnet in dieser Woche erstmals in diesem Jahr seine Pforten. Am Mittwoch, 10. Juni – und damit noch vor dem verlängerten Wochenende um Fronleichnam – soll der Startschuss für die Freibadsaison fallen.

Von einem normalem Schwimmbetrieb kann aber nicht die Rede sein. Badchef Frank Schlutow erklärt, was zu beachten ist. So lange schwimmen wie man kann – bis der Hunger plagt, Verpflichtungen rufen oder es zu kalt wird: Das ist in dieser Saison nicht so richtig möglich. Denn die Besuchsdauer im Schwimmbad richtet sich nicht nach den persönlichen Wünschen, sondern ist von vornherein zeitlich begrenzt. Schwimmen kann man im Freibad in Ütterlingsen dienstags bis sonntags in drei Schichten. An Montagen bleibt das Bad geschlossen. 

Schwimmspaß im Schichtbetrieb

Für die Frühschwimmer gibt es von 8 bis 9.30 Uhr eine etwas kürzere, anderthalbstüdige Schicht. Für die anderen Freizeitgäste wird das Bad von 10 bis 14 Uhr sowie von 15 bis 19 Uhr öffnen, also in zwei Vier-Stunden-Blöcken. Dabei gilt das Prinzip: „Eine Schicht, ein Geldstück“, wie Frank Schlutow sagt. Wer das Freibad zwei Mal am Tag besuchen möchte, muss also auch zwei Mal bezahlen und kann seine Tageskarte kein zweites Mal verwenden. „In den beiden Pausen zwischen den Schichten werden die Kontaktflächen an den Schränken und den Sanitäranlagen desinfiziert“, erklärt Schlutow. Die Anzahl der Besucher ist in zweifacher Weise begrenzt: Im Freibad dürfen sich nur 250 Badegäste zur selben Zeit aufhalten. Jeder Besucher bekommt beim Bezahlen einen Chip, den er beim Verlassen des Bades wieder abgeben muss. Wenn zu einer Zeit alle Chips vergeben sind, ist das Besuchermaximum erreicht. Wer dann an der Kasse steht, muss warten. Tagesrekorde von mehr als 1000 Besuchern wird es in diesem Jahr also wohl nicht geben.

Maximal 40 Leute im Becken

 In den Becken gibt es noch weitere Einschränkungen: Maximal 40 Leute dürfen gleichzeitig ins Schwimmerbecken und höchstens 25 ins Nichtschwimmerbecken. Überwacht wird die Anzahl von den Schwimmmeistern. Grundsätzlich gilt es – im Wasser wie auch an Land – einen Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. „Wir hoffen auf die Rücksichtnahme und das Verständnis der Schwimmer“, betont Schlutow, dass die Mithilfe eines jeden Badegasts gefragt sei. Im Becken werden Trennleinen eingezogen, um die Bahnen zu markieren. Geduscht werden kann vor und nach dem Schwimmen lediglich im Außenbereich. Die Sanitäranlagen im Inneren des Schwimmbads bleiben geschlossen. „Dort können wir den Mindestabstand leider nicht gewährleisten“, erklärt Schlutow. Weil nicht alle Leistungen wie gewohnt angeboten werden können, passen die Werdohler Bäderbetriebe die Preise an.

Maskenpflicht im Innenraum

 Zu kaufen gibt es ausschließlich Tageskarten und die nur an der Kasse. Der Kassenautomat bleibt dagegen geschlossen. Die Karten kosten für die Frühschwimmer (8 bis 9.30 Uhr) zwei Euro. In den anderen, längeren Schichten werden drei Euro Eintritt für Erwachsene und zwei Euro für Kinder fällig. Eine Familienkarte schlägt mit sechs Euro zu Buche. Die runden Preise rühren daher, dass möglichst wenig Wechselgeld herausgegeben werden soll, um auch das Risiko für eine Infektion darüber zu reduzieren. Die Schränke, die sich ebenfalls im Innenbereich befinden, werden teilweise gesperrt – damit nicht zwei Menschen direkt nebeneinander stehen, weil sie benachbarte Spinde belegt haben. Auch dort gilt nämlich der Abstand von 1,5 Metern. Die Liegewiesen des Freibads sollen für die 185 Personen zugänglich sein, die sich nicht in den Schwimmbecken aufhalten. „Man soll schon die Möglichkeit dazu haben, sich ganz klassisch zwischendurch in die Sonne zu legen“, betont Schlutow. Sprungtürme, Rutschen und Spielgeräte für Kinder wurden schon abgesperrt. 

Lebendes Konzept

Sie sollen erst einmal nicht genutzt werden. Schlutow weist aber in dem Zusammenhang darauf hin, dass das entworfene Konzept ein „lebendes Konzept“ sei. Es könne daher zu einem späteren Zeitpunkt sowohl Lockerungen als auch Verschärfungen geben, je nach dem wie sich die Corona-Situation weiter entwickelt. Überall im Innenbereich des Schwimmbads und damit auch in den Umkleiden gilt die Maskenpflicht. Die Sammelumkleiden bleiben geschlossen.. Mund-Nase-Schutze werden nicht vor Ort zur Verfügung gestellt, sondern müssen selbst mitgebracht werden. Handdesinfektionsmittel sind dagegen am Eingang sowie an den Umkleiden platziert worden. Jeder Besucher muss sich schon vor dem Betreten des Bads in eine Liste eintragen, um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können. Eingang und Ausgang sind durch Absperrungen klar voneinander getrennt. Und wie sinnvoll ist es bei all den Auflagen, das Freibad in diesem Jahr überhaupt noch zu öffnen? Frank Schlutow sagt: „Der Bäderbetrieb ist eigentlich immer ein Zuschussgeschäft. Diese Saison wird noch etwas defizitärer als sonst, aber das Leistungsangebot steht für uns im Vordergrund. Man muss bedenken, dass das Urlaubmachen in diesem Jahr schwierig ist. Die Leute brauchen deshalb Möglichkeiten vor Ort.

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