Werdohler genießen das Sommerwetter

Meike Burghardt genießt den Sonnentag im Ütterlingser Freibad mit Verwandten und Kindern von Freunden.

WERDOHL ▪ Pass auf, hier liegen auch Anziehsachen“, ruft Melanie Richter den Kindern zu, die mit den knallbunten Wasserpistolen in ihre Richtung zielen. Sie und ihr Sohn verbrachten den gestrigen Tag – wie so viele andere Werdohler auch – bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen im Freibad in Ütterlingsen.

Der sechsjährige Pascal ist bestens dafür gerüstet. „Er war vor Kurzem im Schwimmkurs bei der DJK Westfalia“, erklärt Melanie Richter. Jetzt braucht sie sich weniger um ihren Sohn sorgen und „nicht immer die ollen Schwimmflügel aufpusten“.

Die sechsjährige Fiene braucht die Schwimmhilfen im Gegensatz zu Pascal noch. „Eigentlich sollte sie diesen Sommer schwimmen lernen, aber bisher war das Wetter zu schlecht“, erklärt Mutter Meike Burghardt, die an diesem Tag zum ersten Mal in diesem Sommer im Werdohler Bad zu Gast ist. Zentraler Treffpunkt für die Gruppe ist der Strandkorb, den sich Mutter Meike schon morgens um 10 Uhr gesichert hat.

Auch Familie Kesler genießt den Sonnenschein. „Sobald schönes Wetter ist“ sind Mutter Stefanie, Vater Carsten und die Söhne Benjamin und Florian im Freibad. Das einzige, was sich Stefanie Kesler noch wünscht, ist ein flacheres Becken für kleinere Kinder wie ihren zweijährigen Benjamin.

Am Beckenrand lässt es sich Marliese Steinhoff in der Sonne gutgehen. Zwischendurch dreht die ältere Dame, die schon als Kind das Ütterlingser Freibad besuchte, die ein oder andere Runde im Becken. Als Teenager war sie die „beste Schwimmerin im Verein“, erinnert sie sich. Sie sei im Sternzeichen Löwe geboren, da müsse sie bei „so einem Wetter raus“.

Auch Marianne und Roswitha sind ihre 69 beziehungsweise 75 Jahre nicht anzumerken. Die Beiden kommen regelmäßig aus Altena zum Schwimmen nach Werdohl. Ihren knackigbraunen Teint wollen sie aber nicht auf einem Foto verewigen lassen. „Da kommen dann zu viele Anfragen von Männern, die uns kennenlernen wollen,“ meinen sie lachend.

Während die einen ihre Freizeit im Freibad verbringen, arbeitet Heiko Tank mit seiner Schwester Sabine Zyhlka im Kiosk im Eingangsbereich. Und da unzählige Schalen Pommes zubereitet werden müssen, herrscht in dem kleinen Raum große Hitze. „Da müssen wir durch“, nimmt es Tank gelassen. Auch seine Schwester bleibt trotz des Andrangs ruhig: „Ich hatte früher eine eigene Gaststätte, dagegen ist das hier kein Stress.“ Auch Schwimmmeister Maik Strünkel hat keine größeren Vorfälle zu vermelden. Bis auf einige Bremsenstiche oder die ein oder andere Schürfwunde habe es keine Probleme gegeben.

Auch an anderer Stelle in Werdohl nutzen vor allem Familien den Sommertag zu einem Ausflug. Jessica Pauls beobachtet von der Bank am Spielplatz an der Goethestraße ihre beiden Kinder Matthis und Emma. Neben ihr sitzt Oma Karin Gebhard. Sie hat gerade Mittagspause und nutzt die Gelegenheit für den Spielplatzbesuch mit Tochter und Enkelkindern. Während sich Emma kaum von der Schaukel losreißen kann, liebt Matthis vor allem die Eisenbahn. Karin Gebhard meint lachend: „Ich sitze schon 30 Jahre hier auf dem Spielplatz.“ Auch ihre Tochter habe schon hier getobt.

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