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Frau fällt rückwärts in Bachbett: Rettung gestaltet sich schwierig

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Von: Maximilian Birke

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Blaulicht eines Notarztwagens
Ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF). © Stephan Jansen / dpa

Eine Frau im Rentenalter ist am Freitagabend bei Gartenarbeiten schwer verunglückt. Sie stürzte rund zwei Meter in die Tiefe und kam in einem Bachbett zum Liegen. Die Feuerwehr rückte zu einer Rettungsaktion der besonderen Art aus.

Werdohl - Zu einem eher ungewöhnlichen Einsatz musste am Freitagabend kurz vor 18.30 Uhr die Werdohler Feuerwehr ausrücken. An der Deitenbecke hatte eine Frau bei Gartenarbeiten das Gleichgewicht verloren und war rückwärts gestürzt. Sie fiel zunächst durch einige Sträucher, und schlug dann in einem etwa zwei Meter tiefer liegenden Bachbett auf.

Auf einem steil im Bach stehenden Laubfanggitter kam sie derart unglücklich zum Liegen, dass sie sich selbst nicht mehr aus ihrer Lage befreien konnte. Durch laute Hilferufe machte sie auf sich aufmerksam.

Feuerwehr und Rettungsdienst wurden alarmiert und eilten zur Einsatzstelle. Vor Ort musste zunächst entschieden werden, wie die Frau gerettet werden kann, ohne dass sie beim Transport vielen Erschütterungen ausgesetzt wird, die weitere Schmerzen und möglicherweise auch weitere Verletzungen verursachen würden.

Die Einsatzkräfte entschieden sich dafür, mit mehreren Steckleiterteilen eine Art Rutsche durch das Gebüsch zu bauen, durch das die Frau an einer anderen Stelle zuvor gefallen war.

Der Rettungsdienst versorgte die Anwohnerin zwischenzeitig soweit, dass sie mit möglichst wenig Schmerzen bewegt werden konnte. Anschließend wurde sie auf eine Rettungstrage, das sogenannte Spineboard gelegt, und über die Steckleitern aus dem Bachbett gezogen.

Rettungsdienst und Notarzt konnten dann die weitere medizinische Versorgung übernehmen. So wurde die Frau wegen der schmerzhaften Verletzungen, die durch den Sturz in die Tiefe und den Aufprall entstanden waren, auf eine Vakuum-Matratze gelegt. Dies ermöglichte einen besonders schonenden Transport in das Klinikum Lüdenscheid.

Im Einsatz war der Löschzug Eveking der Werdohler Feuerwehr. Brandmeister Alexander Butzelar, der mit vor Ort war, resümierte: „Selbst für mich als erfahrenen Feuerwehrmann, war das eine besondere Situation.“ Nach etwa einer Stunde war der Einsatz für die Feuerwehr beendet. Nähere Informationen zum Zustand der Verletzten liegen nicht vor.

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