Stadt fragt nach Betreuungsbedarf in den Ferien

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Fachbereichsleiter Bodo Schmidt, Jugendamtsleiter Marco Malcherek-Schwiderowski und Jugendpfleger Tobias Chylka (von links) erläuterten am Montag die derzeit laufende Elternbefragung der Stadt.

Werdohl - Die Stadt Werdohl fragt derzeit bei Eltern ab, welches Betreuungsangebot für die Sommerferien sie gerne haben möchten. Die Abfrage erfolge beispielhaft für die Sommerferien des Jahres 2017, solle aber vor allem dabei helfen, den Bedarf der kommenden Jahre bestmöglich abzudecken, erklärte der zuständige Fachbereichsleiter Bodo Schmidt.

In der Januar-Sitzung des Jugendhilfeausschusses hatte die CDU-Fraktion die Frage aufgeworfen, ob im Sommerferienangebot der Stadt nicht mehr Plätze zur Verfügung gestellt werden könnten. Bisher bietet die Stadt drei Zwei-Wochen-Blöcke für jeweils etwa 50 Kinder an.

Ob überhaupt Bedarf für mehr Plätze besteht, soll nun durch eine Elternumfrage herausgefunden werden. Dazu hat die Stadt gut 700 Fragebögen an die Werdohler Schulen gegeben, wo sie an die Erst- bis Fünftklässler verteilt werden sollen.

Rund 90 Prozent der sechs- bis elfjährigen Werdohler können damit erreicht werden. Eltern können den einseitigen Fragebogen aber auch von der Internetseite der Stadt herunterladen. Zurückgegeben werden sollen die Fragebögen dann bis zum 31. März.

Eltern sollen Probleme nennen

Auf das Ferienspaßangebot in diesem Sommer werde das Ergebnis zwar keinen Einfluss mehr haben können, sagte Fachbereichsleiter Schmidt. Die Stadt erhoffe sich aber, durch die Befragung einen groben Überblick über den Betreuungsbedarf in den nächsten Jahren zu erhalten. Jugendpfleger Tobias Chylka: „Uns ist natürlich auch bewusst, dass die Eltern keine genauen Angaben machen können und sich ihr Bedarf jederzeit ändern kann.“

Trotzdem sind Eltern auch gehalten, zu schildern, welche Probleme sie bei der Betreuung ihrer Kinder haben oder wie sie diese selbst lösen. „Viele Probleme werden sicherlich innerhalb der Familien gelöst, ohne dass wir davon wissen“, ahnt Schmidt. Andererseits, ist er sicher, sei die Stadt über viele Betreuungsprobleme nicht im Bilde. „Die Eltern sollen sich deshalb nicht scheuen, auch Probleme aufzuzeigen, die wir in dem Fragebogen nicht ausdrücklich abfragen. Wir möchten den Familien gerne helfen und sind für jede Anregung dankbar“, erklärte Schmidt.

Die Elternbefragung soll ab Anfang April ausgewertet und das Ergebnis dann der Politik vorgestellt werden. Darauf sollen Beratungen in den zuständigen Gremien folgen. „Für 2017 wird sich also noch nichts ändern können“, dämpft Schmidt die Erwartungen auf eine schnelle Neugestaltung des Betreuungsangebotes.

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